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78. Wohnzimmerkonzert von RheinKlang 669
Marco Wrobel überzeugt im Spatzengarten

Tolle Stimmung im "Spatzengarten" beim RheinKlang 669 Wohnzimmerkonzert mit Liedermacher Marco Wrobel.  | Foto: Anita Brandtstäter
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  • Tolle Stimmung im "Spatzengarten" beim RheinKlang 669 Wohnzimmerkonzert mit Liedermacher Marco Wrobel.
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Wesseling. Ein Open-Air-Abend voller Lieder, Geschichten und Emotionen: Am vergangenen Freitag präsentierte RheinKlang 669 im Spatzengarten von Mines Spatzentreff das 78. Wohnzimmerkonzert. Zu Gast war Marco Wrobel mit seinem Soloprogramm „Mit dem Mut der Hyäne“ – und das Publikum erlebte eine Premiere, die in Erinnerung bleiben wird. Unter dem bunten Schirmhimmel in der Bahnhofstraße, bei idealem Spätsommerwetter, entfaltete der Liedermacher seine ganz eigene Magie. Eine Stimme, eine Gitarre – mehr brauchte es nicht. Mit seiner Präsenz, seiner klugen Mischung aus Tiefgang und Humor sowie seiner klaren Stimme zog er die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann.

Wrobels Lieder sind voller Geschichten: Er singt von Begegnungen, Erfahrungen, vom Schönen und auch vom Schweren. Dabei scheut er sich nicht, mal eine deftige Formulierung einzubauen – stets mit verschmitztem Augenzwinkern und einer Prise Selbstironie. Genau diese Mischung macht seinen Auftritt so menschlich und lebendig. Musikalisch steht er in der Tradition der großen Liedermacher. Doch wer genau hinhört, entdeckt auch Spuren des Bluesrock und jazzige Akkorde. Mal reibt sich Melodie gegen Harmonie, mal lösen sich die Töne in sanftem Einklang – immer überraschend, immer ausdrucksstark.

„Mit dem Mut der Hyäne“ ist das erste reine Soloprogramm des Künstlers, und in Wesseling feierte es Premiere. Mines Spatzentreff, wo Marco Wrobel schon im Frühjahr 2022 beim Projekt „Sagen und Legenden aus der Eifel“ mitwirkte, bot erneut den stimmungsvollen Rahmen. Einige Lieder daraus fanden auch diesmal ihren Weg ins Programm, darunter „Hinter der Mauer“, „Winward“, „Mitternacht“ und „Das Trinkerlied“. Auch die weiteren Titel zeugen von der Vielfalt der Themen, die Marco Wrobel in seinen Songs verarbeitet: "Zur Not", "Lenas Lied"; "Lied ohne Zeit" beendete den ersten Set. Und "Emma" hatte er eigentlich für eine Sängerin namens Emma geschrieben. Bei "Gertrud" fragte er, ob vielleicht jemand mit diesem Namen im Publikum sitzt...

Der Künstler fühlte sich wieder wohl in Wesseling: „Schön war das am Freitagabend Open Air bei Mines Spatzentreff... eine laue Sommernacht in den Straßen von Wesseling, ein aufmerksames Publikum und ein spielfreudiger Barde. Mehr braucht es nicht – danke, dass ich da sein durfte!“ „Das war ein wundervoll schöner Musikabend!“, schwärmte ein Zuhörer. Andere fühlten sich an die großen Namen der deutschen Liedermacher-Tradition erinnert: „Sowohl die Stimme als auch die Musik erinnern mich an Reinhard Mey. Marco Wrobel führt diese Tradition fort.“ Einige Fans waren eigens aus der Eifel angereist – darunter seine Frau Gisela.

Bei der Begrüßung erinnerte Anita Brandtstäter vom RheinKlang-669-Team an Marco Wrobels ersten Auftritt 2022 in Mines Spatzentreff, stellte die ehrenamtliche Arbeit im Verein dar und dankte Inhaberin Mine Murzoglu für ihre Gastfreundschaft. In der Pause kündigte Mandy Ansey weitere Kulturtermine an: Schon am kommenden Freitag geht es mit Irish und Scottish Folk von Celtic Fire weiter, am Samstag folgt die Eröffnung der Kunstausstellung „Zwischen Licht, Landschaft und Leben“ mit Gemälden von Adam Sochaj. Fazit: Marco Wrobel bewies mit seinem Soloprogramm eindrucksvoll, dass ein einzelner Künstler mit Stimme und Gitarre sein Publikum bewegen kann - mit Poesie, Humor und musikalischer Intensität.

Tolle Stimmung im "Spatzengarten" beim RheinKlang 669 Wohnzimmerkonzert mit Liedermacher Marco Wrobel.  | Foto: Anita Brandtstäter
Liedermacher Marco Wrobel mit seiner Gitarre unter dem Schirmhimmel der Bahnhofstraße.  | Foto: Anita Brandtstäter
LeserReporter/in:

Anita Brandtstäter aus Köln

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