Finale von "Waldbröl lacht"
Wenn ganz Waldbröl Kölsch singt
- Björn Heuser machte die Aula des Hollenberg-Gymnasiums bei seinem Mitsingkonzert zur kölschen Mitsingarena.
- Foto: Michael Kupper
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Waldbröl. Am Sonntagabend war in der Aula des Hollenberg-Gymnasiums Mitsingen angesagt – und zwar von kölschen Liedern. Als Höhepunkt der diesjährigen Comedy- und Kabarettreihe „Waldbröl lacht“ gastierte der Kölner Singer-Songwriter Björn Heuser“ bei seiner Tour zum 30. Bühnenjubiläum in der Marktstadt. In seiner Begrüßung plauderte Leo Wehling vom Förderverein „Waldbröl erleben“, der den Abend gemeinsam mit Martin Finke, Geschäftsführer von „Wir für Waldbröl“, organisiert hatte, ein wenig aus der Geschichte des „Berufskölners“.
So habe er den sympathischen „Mann mit dem Hut“ erst kürzlich im „Gaffel am Dom“ erlebt, wo dieser inzwischen fast 800 Mitsingkonzerte auf dem Buckel hat. Daneben fülle er die Lanxess-Arena mit seinem Format „Kölle singt“, begeistere aber auch auf Brauhauskonzerten und Kleinkunstbühnen. Wehling versäumte nicht, auf die vier hochkarätigen Veranstaltungen in der Reihe „Waldbröl lacht“ im kommenden Jahr mit Jürgen Becker, der „Knippschaff“ und Songs des Kölner Komponisten Hans Knipp, Wildfried Schmickler und Rüdiger Hoffmnn hinzuweisen.
Mit dem Song „Et kölsche Jeföhl“ zum Auftakt machte Heuser gleich klar, worum es in den kommenden knapp drei Stunden gehen würde: „Ne schöne Ovend, en schöne Zick…“ Wer von den gut 200 Gästen nicht ganz so textsicher war, konnte sich dabei eines speziellen Mitsingheftes bedienen, das der Liedermacher für seine Jubiläumstour „30 Jahre“ produziert hatte. Als Bühnedeko gab es drei Banner, die Heuser als Kind, jungen Mann und mit einem aktuellen Bild zeigten – natürlich mit Hut. Begleitet wurde er von dem Kölner Gitarristen Dennis Kleimann.
Im Lied „Der Mann mit däm Hoot“ beschreibt Heuser seinen Weg „vum kleine Kneipejung en de Arena un et Stadion“. Dabei gedenkt er all der vielen Weggefährten, von denen viele bereits „von oben zuschauen“ – darunter auch der Höhner-Frontmann Peter Horn. Ihm widmete er dessen Song „Ich ben ’ne Räuber“, den die Gäste auch ohne Heft problemlos mitsingen konnten.
Heuser bekundete, in Käln-Ehrenfeld aufgewachsen zu sein und im Alter von 14 Jahren begonnen zu haben, eigene Lieder zu schreiben. Auf seine Jugend in den 90ern blickte er mit „De jeilste Johre“ zurück. Zwischendurch gab es ein Mitsingexperiment bei dem Bläck Fööss-Song „Ming eetste Fründin“. Textsicher absolvierten die Gäste die erste Strophe, bei der zweiten war es dann schon nicht mehr ganz so laut im Saal. Doch das machte der Refrain wieder wett, in den alle schwungvoll einfielen. Kommentar Heuser: „Experiment gelungen.“
„In Köln gibt es nichts, was noch nicht besungen wurde“, schilderte der Singer-Songwriter, der auch für viele Kölner Bands komponiert hat. Da gebe es etwa die Kaffeebud oder den Polterovend: „Selbst für das Wasser gibt es ein Lied.“ Diesen Umstand zollte er Tribut mit dem Song „All die Leeder“ von seinem neuen Album, bevor er mit „Jedäuf met 4711“ den Höhepunkt des Abends setzte. Nach seiner Zugabe „Morjesunn“ lagen sich die Gäste bei „En unserem Veedel“ schunkelnd in den Armen.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Michael Kupper aus Reichshof |