Waldbröl feiert
Kaiserstraßenfest
- Action auf der Bühne in der Waldbröler Kaiserstraße.
- Foto: Michael Kupper
Waldbröl. Tausende Gäste bevölkerten beim Kaiserstraßenfest und einen Tag später auf dem Stadtflohmarkt bei sonnigem Spätsommerwetter die für den Verkehr gesperrte Kaiserstraße.
Eine 100 Meter lange Festtafel lud am Samstag dazu ein, die vielfältig angebotenen kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen. Organisiert von der Gesellschaft „Wir für Waldbröl“ und dem Verein „Waldbröl erleben“ gab es auf Anregung des Umweltausschusses als Neuerung einen Ausstellungsteil zum Thema „Umwelt und Natur“.
Bei der Eröffnung schilderte Bürgermeisterin Larissa Weber, dass die Premiere des Kaiserstraßenfestes vor zwei Jahren zur Wiedereröffnung der Kaiserstraße nach jahrelangem Umbau eine derart hohe Resonanz erfahren habe, dass es unbedingt wiederholt werden musste. Zukünftig soll es in zweijährlichem Rhythmus ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders werden: „So wird die Kaiserstraße für einen Tag zum großen Wohnzimmer unserer Stadt.“
Martin Finke, Geschäftsführer von „Wir für Waldbröl“, beschrieb, dass alle Veranstaltungen in Waldbröl eines gemeinsam hätten, nämlich die Besucherinnen und Besucher: „Das ist gelebte Gemeinschaft mit tollen Menschen in einer tollen Stadt.“ Neben den Akteuren und Sponsoren dankte er besonders den Kitas „Käthe Strobel“, „Alter Gutshof“ und „Büscherhof“, die die Tischdekoration gestaltet hatten.
Leckereien gab es etwa beim Freundeskreis Asyl. Koordinator Dieter Brüser erklärte, dass sich etwa 30 Personen aus Afghanistan, Eritrea, Iran, Irak, Syrien und der Türkei mit landestypischem Fingerfood daran beteiligt hätten. Mouna Awad und ihr Mann Kasem Alawad hatten schwarzen und grünen Kaffee nach arabischer Art im Angebot. Mouna, vor neun Jahren mit ihren vier Kindern aus Syrien ins Oberbergische geflüchtet, erläuterte, dass der schwarze mit Kardamomwasser aufgebrüht werde. Der grüne sei hingegen ein „Frauenkaffee“. Diese mildere Variante werde mit reichlich Gewürzen und Safran zubereitet.
Im Umwelt- und Naturbereich warb Maik Steiniger für eine Blühvielvalt in Naturgärten anstelle von „Schotterwüsten“. Dazu verteilte er mit seinem Team bienenfreundliches Saatgut für eine Blumenwiese.
Patrick Mielke vom Freizeitpark Panarbora hatte parkeigenen Honig im Angebot.
Axel Blüm vom Aggerverband veranschaulichte die knapp 30 Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität im Bereich von Bröl und dem Waldbrölbach in den vergangenen 20 Jahren.
Derweil präsentierten sich die Garden 88 und 02 von der Waldbröler Karnevalsgesellschaft auf der Bühne. „Gardetanz ist Leistungssport“, erklärte Vorsitzende Alexandra Noiron und demonstrierte den Zuschauerinnen und Zuschauern eine komplette Trainingseinheit der Tänzer im Schnelldurchgang. Später gab es Gesang mit dem Chor „More Than Voices“ und am Abend unterhielt die Band „Wood, Steel, Tones.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Michael Kupper aus Reichshof |