Coronary Sinus Reducer
Innovatives Implantat für Herzpatienten
- Chefarzt Prof. Dr. Tyerili zeigt das neue Implantat.
- Foto: Klinikum Oberberg
Waldbröl (red). Die Klinik für Kardiologie des Kreiskrankenhauses Waldbröl hat erstmals erfolgreich einen sogenannten Coronary Sinus Reducer bei einem Patienten implantiert. Das kleine, sanduhrförmige Implantat wird in eine große Herzvene eingesetzt und verändert dort gezielt die Blutflussverhältnisse. Dadurch kann die Durchblutung von Herzmuskelbereichen verbessert werden, die aufgrund einer koronaren Herzerkrankung bislang nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt wurden.
Der Eingriff wurde von Chefarzt Prof. Dr. Vedat Tiyerili gemeinsam mit dem Leitenden Oberarzt Dr. Naseer Al-Khrasha und dem Team des Herzkatheterlabors durchgeführt.
Der Coronary Sinus Reducer kommt bei Patientinnen und Patienten mit schwerer, therapieresistenter Angina pectoris zum Einsatz. Dabei handelt es sich um anhaltende Beschwerden wie Brustenge oder Brustschmerzen infolge einer verminderten Durchblutung des Herzmuskels, obwohl bereits alle etablierten Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden.
Das Implantat wird minimalinvasiv über einen Katheter in den sogenannten Koronarsinus eingebracht, eine große Herzvene. Dort sorgt es für eine gezielte Veränderung der Blutflussverhältnisse und kann die Versorgung bestimmter Bereiche des Herzmuskels verbessern. Ziel ist es, die Beschwerden der Betroffenen zu lindern und ihre Lebensqualität zu steigern.
„Mit der Implantation eines Coronary Sinus Reducers erweitern wir unser therapeutisches Spektrum für Patientinnen und Patienten mit komplexen Herzerkrankungen und begrenzten Behandlungsoptionen“, erklärt Prof. Dr. Vedat Tiyerili. Das Verfahren sei besonders für Menschen eine Option, die trotz optimaler Therapie weiterhin unter Beschwerden leiden.
Der Patient konnte das Krankenhaus nach einer Nacht stationärer Überwachung bereits wieder verlassen.
Redakteur/in:Kristina Franke aus Sankt Augustin |
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