Tipp Verbraucherzentrale zur Dürrezeit
Wenn der Regen auf sich warten lässt
- Foto: stock.adobe.com_pixim
Troisdorf. Anhaltende Wärme, lange Trockenperioden und immer häufiger auftretende Hitzewellen stellen auch heimisches Grün vor große Herausforderungen. Seit mehreren Wochen hat es nicht mehr nennenswert geregnet. Die trockenen Böden und die hohen Temperaturen machen vielen Pflanzen zu schaffen und erhöhen gleichzeitig den Wasserbedarf beim Gießen. „Klimaanpassung beginnt vor der eigenen Haustür“, erklärt Gabi Bock, Umweltberaterin in der Beratungsstelle Troisdorf der Verbraucherzentrale NRW. „Wer auf hitzeresistente und trockenheitsverträgliche Pflanzen setzt und bewusst gießt, schützt wertvolle Wasserressourcen und sorgt dafür, dass der Garten auch in heißen Sommern lebendig und grün bleibt.“
Die richtige Pflanzenwahl
Viele heimische Wildstauden und mediterrane Stauden, Gehölze und Bäume kommen mit Trockenheit deutlich besser zurecht. Tiefwurzelnde Pflanzen und Gehölze erschließen Wasser aus tieferen Bodenschichten. Heimische Pflanzen sind besonders wertvoll für die Artenvielfalt. Gut mit Hitze und Trockenheit klar kommen Doldenblütler wie die Wilde Möhre, aber auch die Wilde Apfel-Rose, das Adonisröschen, der Blut-Storchschnabel oder der Scharfe Mauerpfeffer.
Der richtige Boden
Der Boden hält länger die Feuchtigkeit wenn er mit dicht stehenden Pflanzen, Bodendeckern oder Mulch geschützt ist. Durch die Beschattung verdunstet weniger Wasser und die Erde kann die Feuchtigkeit besser speichern. Gleichzeitig bieten sie Lebensräume für Insekten und tragen zu einem angenehmen Mikroklima bei.
Das richtige Gießen
Nach dem Motto: Selten, aber gründlich. Lieber ein- bis zweimal pro Woche durchdringend wässern als täglich kleine Mengen. So werden Pflanzen angeregt, tiefere Wurzeln zu bilden. Auch der Zeitpunkt zählt: Wer nur morgens oder abends zur Gießkanne greift, begrenzt die Wasserverdunstung. Um keine Schnecken anzulocken ist der Morgen sinnvoller. Die beste Art zur Bewässerung ist die Verwendung von aufgefangenem Regenwasser. Stauden, Büsche, Sträucher und Bäume wurzelnah bewässern. Ein Rasen übersteht Trockenperioden in der Regel ohne Bewässerung und wird nach dem nächsten großen Regen von selbst wieder grün. So lässt sich das vorhandene Wasser gezielt dort einsetzen, wo es den größten Nutzen hat.
- Mehr zur klimaangepassten Gestaltung von Vorgärten: klimakoffer.nrw/klimaanpassung-vorgarten
- Pflanzliste trockenheitsverträglicher Pflanzen: klimakoffer.nrw/klimaanpassung-pflanzen-vorgarten
Redakteur/in:RAG - Redaktion |