Wehmütiger Rückblick
Erinnerungen des KC Ne Hoofe volle Lööre

Foto des ersten Dreigestirns.
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  • Foto des ersten Dreigestirns.
  • Foto: privat

Sieglar. Dieter Meffert, Jungfrau 2006 in Loor, ist Mitglied im Hoofe seit 1997 und hatte die Idee eine Erinnerung zu schaffen und den Tollitäten vom Hoofe Danke zu sagen. Er hat es sich nicht nehmen lassen und rechtzeitig zum Sessionsbeginn 2021/22 zuerst allen vom Hoofe gestellten ehemaligen Jungfrauen einen Ochsen-Spiegel-Orden zur Erinnerung an die jeweilige Session geschnitzt. Nun hat er für den vom Hoofe gestellten Prinzen und Bauern, einen Erinnerungs-Orden handgefertigt und bemalt. Er dachte auch an Prof. Dr. Dieter Burger, Prinz 1978, wie schon Lore Burger „Prinzessin 1978“, gestellt vom Turnverein, einen Erinnerungs-Orden hergestellt.

Für den Prinz gab es jeweils Tollitätenumhang mit Prinzenkappe und Zepter. Für den Bauern Bauernhut mit Pfauenfedern und Dreschflegel.

Chronologie der Dreigestirne vom Hoofe

Der K.C. Ne Hoofe volle Lööre, gegründet 1975, hat bis jetzt sieben Dreigestirne in Loor gestellt. Mit der karnevalistische Zahl 11 sind auch 11 Gründungsmitglieder gestartet. Heute sind es nach 47 Jahren mittlerweile 64 Mitglieder und der Zuwachs hält noch an, wobei die gute, gesunde Altersstruktur hervorzuheben ist. Das Alter der Mitglieder liegt zwischen 22 und 80 Jahren.

Nur zwei Jahre nach der Gründung stellte der Hoofe ein Dreigestirn in Sieglar. Das Dreigestirn 1977 war damals das jüngste Dreigestirn in Sieglar, das damals scherzhaft „Kinderdreigestirn“ genannt wurde. Wenn man bedenkt, dass Hanno Kessel gerade 20 Jahre alt war, recht treffend. Deshalb wurden sie unter der Aufsicht des damaligen Ortsrings gestellt. Das Dreigestirn bestand aus: Prinz „Peter“ Zündorf, Bauer „Jakob“ Lucht und Jungfrau „Hanni“ Hanno Kessel.

Als zweites Dreigestirn des Hoofe folgte im Jahr 1985 Prinz „Hanno“ Kessel, Bauer „Peter“ Schänzler und Jungfrau „Karla“ Karl-Ludwig Kessel.

Das dritte Dreigestirn von 1991, es stand nicht unter einen guten Stern, sie wurden Kellerkinder genannt, weil Karnevalsfeiern wegen des Golfkriegs hauptsächlich in Partykellern stattfanden. Das Dreigestirn bestand in dem Jahr aus dem Prinz „Karl-Ludwig“ Kessel, Bauer „Hanno“ Kessel und Jungfrau „Gertrud“ Schega. Gertrud ist bis heute die einzige Frau in einem Hoofe-Dreigestirn.

Das vierte Dreigestirn des Hoofe war im Jahr 2000. Es war das Jahrhundert Dreigestirn in Loor. Damals waren Prinz “Johannes“ Emmerich, Bauer “Peter“ Zündorf und Jungfrau „Dietlinde“ Dr. Dieter Burger die Tollitäten.

Das fünfte Dreigestirn folgte sechs Jahre später, im Jahr 2006. Erneut war Karl-Ludwig Kessel Prinz er durfte noch einmal regieren, da er in seiner ersten Amtszeit 1991 keine richtige Session hatte. Zur Seite stand ihm Bauer „Peter“ Schänzler, scherzhaft der ewige Bauer genannt, da er schon dreimal die Figur des Bauern inne hatte (zweimal im Hoofe und einmal im Fußball-Verein). Zudem gab es noch jene Jungfrau „Dietlinde“ Dieter Meffert, der sich einen Jugendtraum erfüllen konnte. Das Lied von Wicky Junggeburth (Prinz in Köln 1993) „Einmal Prinz zu sin, in Kölle am Rhing, in nem Dreigestirn voll Sonnesching“, war ausschlaggebend einmal eine Tollität zu stellen.

Zum sechsten Dreigestirn, im Jahre 2013, gab es wenig Änderungen, da die Jungs von 2006 gut harmonierten. Jedoch wurde zum Teil die Plätze mit den Adjutanten getauscht und es wurden zwei neue junge Adjutanten hineingenommen, die für die Zukunft hineinschnuppern konnten. Die Tollitäten damals waren: Prinz „Hanno“ Kessel, Bauer „Karl-Ludwig“ Kessel und Jungfrau „Josefine“ Josef Schell.

Das siebte Dreigestirn 2019 stellte sich wie folgt zusammen: Prinz „Holger“ Wirtz, Bauer „Jan“ Laufenberg und Jungfrau „Jenny“ Jens Kessel. Die zwei letzteren hatten die Erfahrung als Adjutanten im Jahr 2013 mitbekommen. Es war ein junges Dreigestirn und ein „Kessel“ der zweiten Generation war dabei. Das Dreigestirn hatte sich zur Aufgabe gemacht, alle Generationen als Adjutanten zu verpflichten. Die Adjutanten waren: von Gründungsmitglied Jakob „Köbes“ Lucht, gefolgt von Walter Kreuzer, Sven Barbian und der jüngste Pascal Matheis. Dennoch blieb das Dreigestirn 1977 das jüngste Dreigestirn.

Die Corona-Zeit

In der Corona-Zeit, ein Leben ohne Alaaf ist möglich, aber sinnlos. Die Live-Streams, Online-Sitzungen sind zwar gute Entscheidungen, aber Live-Sitzungen kann das nicht ersetzen. Die Karnevalisten hoffen, dass Ochsenball, Frühschoppen mit Tollitätentreffen und all die internen Veranstaltung früher oder später wieder stattfinden können. Dann heißt es wieder dreimal Oohs brüll und dreimol Loor Alaaf.

Bemerkenswert ist der Zusammenhalt der Vereine - jeder versucht, den Karneval, egal in welche Form, aufrecht zu erhalten. Das schweißt zusammen.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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