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Traumhafte Novemberwanderung des TV Hangelar:
Unterwegs auf den Spuren eines erloschenen Vulkans

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Nach einer frostigen Nacht erlebte die Wandergruppe des TV Hangelar am letzten Samstag ein traumhaft schönes Wanderwetter. 23 Wanderbegeisterte trafen sich zur diesjährigen Novembertour, die auf den Rodder Berg führte, einen erloschenen Vulkan, dessen letzte Eruption vor etwa 250.000 Jahren stattfand. Die 13 Kilometer lange Strecke bot eine faszinierende Mischung aus Naturerlebnis und historischer Erkundung. Gleich zu Beginn der Wanderung erläuterte Wanderführerin Maria Feldhaus die geologischen Besonderheiten des Rodder Bergs. Der kreisrunde Sprengtrichter des Vulkans, mit einem Durchmesser von etwa 800 Metern, ist bis heute als deutliche Bodensenke sichtbar. Die Gruppe umrundete dieses Areal. Vom Aussichtspunkt "Heinrichsblick" genossen die Wandernden die wohl schönste Sicht auf das majestätische Siebengebirge. Kaum vorstellbar, dass dieser idyllische Ort einst als Hinrichtungsstätte des Amtes Mehlem diente. Nur wenige Meter weiter zurück, durch eine Pferdekoppel, erreichte die Gruppe den höchsten Aussichtspunkt, der einen grandiosen Blick über die Region Bonn bot – bei fast klarer Fernsicht war sogar der Kölner Dom in der Ferne zu erahnen. Die Tour führte weiter bergab nach Niederbachem, vorbei am historischen Gut Broichhof, dessen Ursprung im 13. Jahrhundert auf einer "Motte" (einer Turmhügelburg) mitten im ehemaligen Krater lag. Auf dem Weg nach Oberbachem wurde eine wohlverdiente Brotzeit in einer schön gelegenen Schutzhütte eingelegt. Hinter Oberbachem folgte die Gruppe dem historischen „Eselsweg“. Eine Stele in Form eines Esels erklärte, dass hier früher Tuffschlacke abgebaut und von Eseln hinunter an den Rhein zur Verschiffung gebracht wurde. Von einer Aussichtsplattform bot sich ein guter Blick auf einen ehemaligen Steinbruch, der Zeugnis dieses historischen Abbaus ist. Kurz hinter dem Ort führte der Weg durch einen sogenannten Hauwald stetig ansteigend zurück zum Hochplateau am Krater. Hier oben befinden sich heute weitere Pferdehöfe sowie eine Vielseitigkeitsreitanlage (Eventing, ehemals Military), die die enge Verbindung der Region zum Pferdesport unterstreichen. Das Ziel der Wanderung war der imposante Rolandsbogen. Das Baudenkmal war einst Bestandteil einer Schutzburg für das Frauenkloster auf der Rheininsel Nonnenwerth. Die Burg wurde 1637 bei einem schweren Erdbeben zerstört, doch der Bogen blieb stehen und ist heute ein Wahrzeichen der Region. Hier kehrte die Gruppe im -Restaurant am Rolandsbogen- ein und genoss bei Kaffee und Kuchen noch einmal einen wunderbaren, abschließenden Blick auf das malerische Rheintal.

LeserReporter/in:

Michael Feldhaus aus Sankt Augustin

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