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Kolpingsfamilie Sankt Augustin
Kirche mit beeindruckenden Fenstern

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Kirchengebäude sind ein Stück Heimat. Das zeigte sich einmal wieder bei der von der Sankt Augustiner Kolpingsfamilie organisierten Führung durch die Meindorfer Kirche Sankt Maria Rosenkranzkönigin. Fast 40 Personen hatten sich zur Erkundung des Gotteshauses versammelt und damit die enge Verbundenheit mit ihrer Kapelle bekundet.
Betritt man die Kirche durch den Haupteingang, so fallen sofort unter der Orgelempore die drei kleinen Fenster von Karl Hirt aus dem Jahr 1960 auf. Gemeinsam ist ihnen, dass sie an Hand biblischer Motive die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes ins Bild setzen und damit mutmachende Fenster sind. Das leicht zu übersehende Rundfenster hinter den Orgelpfeifen auf der Empore überraschte selbst Mitglieder des Kirchenchores. Es zeigt in der Mitte die Rosenkranzmadonna, umgeben von der orgelspielenden heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, dem Psalmendichter König David an der Harfe, Papst Gregor als Ahnvater des gregorianischen Choralgesangs mit der Tiara, der Papstkrone, auf dem Kopf und dem heiligen Franziskus in einfacher Mönchskutte, von dem der bekannte Sonnengesang stammt. Auch das Rundfenster von 1960 im linken Querschiff stammt von Karl Hirt. Es zeigt die Leidensgeschichte Jesu. Ihm gegenüber thematisiert das älteste Motivfenster der Kirche die Auferstehung am Ende der Zeit. Es stammt aus dem Jahr 1920 von einem unbekannten Künstler.
Im Chorraum realisierte Hans Hansen aus Köln um 1950 in zwei Fenstern das Anliegen der damaligen Gemeindemitglieder, die sich dort zwei Kirchenfenster mit Bezug zu Meindorf wünschten. In einem dieser Fenster steht Maria als Rosenkranzkönigin vor einem Ensemble mit alten Meindorfer Fachwerkhäusern und in dem anderen der Heilige Josef, der Patron des Kapellenbauvereins, vor dem Meindorfer Kirchengebäude. Überraschung lösten die Motive von Pelikan, Hirsch und Einhorn auf den alten Kommunionbänken aus, deren Darstellung aber in Gotteshäusern durchaus einen Sinn hat. Zum Abschluss der Führung wurde an einer der vier Holztafeln aus dem ehemaligen Hochaltar von 1942 gemeinsam das Lied „Maria breit den Mantel aus“ aus dem Gotteslob gesungen.
Die Kolpingsfamilie setzt voraussichtlich im Oktober ihre Reihe der Erkundungen der Sankt Augustiner Kirchen mit dem Besuch der Kirche Sankt Maria Himmelfahrt in Birlinghoven fort.

LeserReporter/in:

Erich Pötz aus Sankt Augustin

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