Nichts wurde dem Zufall überlassen
Indianerwochenende zum Ferienpass-Start
- 80 Ruppichterother Indianer saßen immer dann rund um das Lagerfeuer, wenn es etwas Wichtiges zu vermelden gab oder am Abend gesellig bei Musik.
- Foto: Steimel
Ruppichteroth. Seit mehr als 30 Jahren startet der Ruppichterother Ferienpass mit einem Indianerwochenende in die Sommerferien, organisiert von der AWO-Ortsgruppe Ruppichteroth. Mehr als 80 Kinder standen auf der Meldeliste, mehr als 20 Betreuer standen zur Seite, um drei spannende Tage zu organisieren.
Nach der Anreise wurden zunächst die Wigwams bezogen. Kinder, die sich nicht so recht wohl fühlten, konnten gerne tauschen mit Zelten, in denen bekannte Gesichter eingezogen waren und schon waren alle zufrieden. Die organisatorischen Abläufe und die Anweisungen an Helfer und Teilnehmer hat Daniel Erwin schon seit einigen Jahren professionell in der Hand.
Er hat sich auch dafür eingesetzt, dass diverse Spiele und Aktionen als pädagogisch wertvoll eingestuft wurden und das Wochenende dadurch vom Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises finanziell unterstützt wurde.
Der 1. Vorsitzende der AWO Friedhelm Kaiser berichtete von einem reibungslosen Ablauf dieser Großveranstaltung. Alleine schon aufgrund der Tatsache, das viele Dinge inzwischen durchgängig bekannt sind und Helfer ohne besondere Anweisung wissen, was zu tun ist.
Nichts wurde dem Zufall überlasse. Eine dreiseitige Liste zeigte minutiös, was wer zu tun hatte. In dieser Liste spiegelten sich alle Aktivitäten wider, mindestens 25 an der Zahl. Die Palette reichte hier von Batiken und Schnitzen über Tonarbeiten sowie Basteln von Traumfängern und Instrumenten bis hin zum Bogenschießen.
Nachtwanderung und Schnitzeljagd waren wie in jedem Jahr die Höhepunkte und die Gestaltung des Marterpfahls ebenfalls. Unvergessen für alle Kinder bleibt auch das abendliche Aitzen rund um das Lagerfeuer mit Gesang.
Schaut man den Organisatoren einmal über die Schulter, dann bekommt man noch mehr Hochachtung für das, was hier an drei Tagen geleistet wird. Gekocht wurde mehr oder weniger in einer „Studentenküche“. Einmal gab es Hotdogs und tags darauf Nudeln mit Bolognese-Soße. Dabei musste jedoch auf laktosefreie- und auf vegane Kost geachtet werden. Schweinefleisch war außen vor und ein Kind meldete, dass es nichts mit einem Ei essen dürfe. Auch diese Sonderwünsche wurden alle gestemmt.
Beim gemeinsamen Abschluss im großen Kreis gab es schließlich Urkunden für die Indianer-Olympiade und den Wald-Wettkampf. Auf jeden Fall hatten die kleinen Indianer den Regengott im Griff, diesen hat man nicht auf den Zeltplatz gelassen.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Wolfgang Steimel aus Ruppichteroth |