Geschichtsforschung
Was war hier los im 1. Weltkrieg?

Die Projektgruppe freut sich über die Unterstützung durch den Geschichtsverein Rösrath mit dem Geschichtsband.
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Rösrath - Der erste Weltkrieg hat millionenfach Not und Elend über die Menschen
in Europa gebracht.

18 Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums
Rösrath wollen nun im Projektkurs „Der Erste Weltkrieg in der
Region“ auf der Grundlage lokaler Quellen Geschichte und Schicksale
jenseits der großen Politik sichtbar machen. Sie möchten
herausfinden, wie der Krieg das Zusammenleben der Menschen im
Rheinisch Bergischen Kreis beeinflusst hat.

Der Geschichtsverein Rösrath wird das Projekt nach seinen
Möglichkeiten unterstützen. Als Zeichen der Kooperation überreichte
Robert Wagner in Anwesenheit des Schulleiters Dr. Michael Gasse den
vom Verein herausgegebenen Geschichtsband „Ein halbes
Jahrhundert“, der anhand von Bildern und Geschichten des
Hoffnungsthaler Fotografen Fritz Zapp die Ortsgeschichte auch in
dieser Zeit eindrucksvoll widerspiegelt.

Bis zum Frühjahr wollen die jungen Geschichtsforscher die Ergebnisse
zusammentragen, um sie dann einer möglichst großen Öffentlichkeit
vorzustellen.

„Was waren die persönlichen Gefühle der Menschen in dieser Zeit?
Was wussten sie wirklich von den Kriegsereignissen und welche Ängste
hatten sie?“, interessiert die Schülerin Meike Thiede besonders.

Jonathan Moritz will wissen, welche Auswirkungen die Ereignisse auf
das Familienleben hatten und möchte dazu gerne überlieferte
Feldpostbriefe auswerten.

Lilli Mäder möchte herausfinden: „Wie war das mit der Emanzipation
der Frauen? Und wie haben sie den Alltag ohne ihre Männer
bewältigt?“
Dagegen beschäftigt Felix Kentaro Mörs die Frage: „Wie hat der
Krieg das Ortsbild Rösraths beeinflusst?“

Geschichtslehrer Christian Weiß mahnt, gerade in der heutigen Zeit
„die Schrecken der Welt nicht zu vergessen“ und hat schon
gemeinsam mit Schüler/innen die „Schlachtfelder von Péronne“ aus
dem I. WK in Frankreich besucht.

Schulleiter Dr. Michael Gasse freut sich über das Engagement der
Schüler: „Mit dem Projekt wollen wir die jungen Menschen auf der
Suche nach ihre Identität begleiten. Das gelingt über den Bezug zur
Gesellschaft und hat eine sehr hohe persönliche Bedeutung. Dabei ist
es stets wertvoll, auch mit Zeitzeugen zu reden, um die Zeit verstehen
zu lernen.“

Die Teilnehmer hoffen, auch aus der Bevölkerung Hilfe bei ihrem
Forschungsvorhaben zu bekommen. Wer verwertbares Material aus der Zeit
des I. Weltkrieges wie zum Beispiel Fotos, Zeitungsausschnitte,
Tagebücher, Feldpostbriefe oder auch Berichte über besondere
Erlebnisse der eigenen Familie zur Verfügung stellen möchte, wende
sich bitte an das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, 02205/3956, oder:
projektgruppe-geschichte@fvs-mail.de

- Helmut Kurps

Redakteur:

RAG - Redaktion

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