Kinder entscheiden bei geplantem Spielareal mit
Große Teilnehmerzahl beim Workshop
- Landschaftsarchitekt Uli Moll vom Planungsbüro Strauchwerk erläutert die Pläne für ein neues Spiel- und Freizeitareal am Schloss Eulenbroich. Foto: Flick
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Rösrath-Hoffnungsthal (sf). Der Ratssaal Venauen platzte aus allen Nähten und Bürgermeister Yannick Steinbach zeigte sich nicht nur von der hohen Zahl der Anwesenden beeindruckt: „So jung war der Teilnehmerkreis bei einer Stadtratssitzung noch nie“, stellte Rösraths Bürgermeister fest. Über 70 Mädchen und Jungen, überwiegend im Grundschulalter, füllten den Saal. Darüber hinaus nahmen Stadträte sowie Vertreter der Stadtverwaltung an dem Beteiligungsworkshop zur Gestaltung des am Schloss Eulenbroich geplanten Spiel- und Freizeitareals teil. Auf eine solche Attraktion warten die Kinder und Jugendlichen schon lange sehnsüchtig: Im Stadtgebiet von Rösrath gibt es bereits zahlreiche kleinere öffentliche und private Kleinspielplätze. Eine zentrale, größere Spiel- und Freizeitfläche fehlt hingegen bisher noch.
Gespannt warteten die Kinder und Jugendlichen auf die Präsentation des von der Stadt beauftragten Landschaftsarchitekten Uli Moll vom Planungsbüro Strauchwerk. Das Areal, auf dem der Spiel- und Freizeitpark entstehen soll, liegt zwischen dem Schloss Eulenbroich und der Sülz und ist etwa fünf Hektar groß. Die reinen Spielflächen werden etwa die Größe von zwei Fußballfeldern haben. Da wird reichlich Platz für zahlreiche Spielattraktionen sein. Beim Workshop wollte die Stadt von den Kindern und Jugendlichen wissen, welche Attraktionen sie sich wünschten und ließ alle anwesenden Mädchen und Jungen nacheinander zu Wort kommen. Diese sprühten nur so vor Ideen und hatten ganz konkrete Vorstellungen von ihrem perfekten Spielareal: „Eine Kletterpyramide sollte auf jeden Fall dabei sein“, sagte die zehnjährige Lea und war mit diesem Wunsch nicht die einzige. Johanna (12) wünschte sich eine Seilbahn und Marita (11) träumt von einer Fußballreaktionswand, während der achtjährige Anton ebenso wie seine Freunde eine Minigolfanlage richtig cool fände. Von einer großen Zahl an Kindern und Jugendlichen favorisiert waren eine Skateranlage oder ein Pumptrack. Aber auch eine Slackline, eine Drehscheibe oder eine Reckstange sollten aus Sicht der Kinder nicht fehlen. „Grundsätzlich können wir alles umsetzen. Es muss allerdings so funktionieren, dass im Falle eines Hochwassers nichts beschädigt wird“, sagte Moll. Geplant sei ein Mehrgenerationenpark, bei dem es Attraktionen für jedes Alter geben wird: Von Wasserspielen für Kleinkinder über Bewegungsangebote für die jüngeren Kinder bis hin zu Aktionssport für die Jugendlichen. Die jungen Sitzungsteilnehmer wollten wissen, ob die Bereiche für die Jüngeren und die Älteren getrennt seien, was Moll verneinte.
Die Stadtverwaltung hatte sämtliche Vorschläge der Mädchen und Jungen protokolliert und wird diese nun gemeinsam mit dem Planungsbüro Strauchwerk auswerten, um die Freizeitanlage entsprechend zu planen. Bevor mit den ersten Baumaßnahmen begonnen wird, muss zunächst ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Auch hier soll die Öffentlichkeit eingebunden werden. Die Stadt rechnet mit etwa eineinhalb Jahren bis zum Abschluss des Bebauungsplans. Mit einem Baubeginn wird derzeit im Sommer 2028 gerechnet. Die Fertigstellung und offizielle Eröffnung könnte dann im Laufe des Jahres 2029 erfolgen. Zur Realisierung des Spiel- und Freizeitareals rechnet die Stadt mit Kosten von rund einer Million Euro.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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