Baumfällung in Pulheim
Rettet die Amberbäume

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Ich war schon etwas fassungslos, als ich den Newsletter der Stadt Pulheim las. Ein gesunder Amberbaum soll gefällt werden, weil das gemauerte Beet zu klein geworden ist.



Ich habe Respekt vor der Natur und besonders vor Bäumen. Sie wachsen langsam, sie werden in der Regel sehr alt, sie widerstehen meistens Wind und Wetter, sie filtern die Luft und sie spenden Schatten im Sommer. Es gibt doch fast nichts Schöneres im Sommer als einen Platz unter einem Baum und leise rauschen die Blätter im Wind.



Der Amberbaum ist dabei etwas ganz Besonderes. Er wird dem Element „Feuer“ zugeordnet und galt im alten Mexiko als heilig. Er wird - ein kleiner Ausflug zu Feng Shui - den Attributen „erwärmend“ und „anregend“ zugeordnet und gilt als Schutzbaum für Haus, Hof, Mensch und Tier. 



Aber auch ohne Feng Shui würde dem Markt etwas fehlen, wenn die Bäume nach und nach gefällt werden. Denn auch die anderen Bäume dort werden irgendwann die gemauerten Beete sprengen.

Es fragt sich ja, wer bei Anpflanzung nicht so weit gedacht hat? Es war doch zu erwarten, dass der Baum mit seinem Wuchs auch Wurzeln schlägt? Und mal ehrlich, wer von den Verantwortlichen sitzt noch auf den Stühlen aus der Schulzeit? 



Jetzt soll der Baum also gefällt werden, statt nach Lösungen zu suchen. Dabei gibt es in der selben Reihe weitere Bäume, einer davon ist schon grösser und hier ist auch kein gemauertes Beet sondern ein Bodenbeet. Warum geht das nicht auch mit dem Amberbaum?



Ist es wirklich im Interesse des Klimawandels diese Baum zu fällen und die Fläche zu verdichten? Wobei die Verantwortlichen ja gerne verdichten, denn es ist ja auch geplant ein großes Stück landwirtschaftliche Natur zu verdichten um eine Straße zu bauen. 



Der Amberbaum hat vielleicht noch eine Chance. Der Bürgerverein und die Grünen haben einen Antrag auf eine vorherige Ortsbegehung gestellt, in der auch mögliche Alternativen geklärt werden können.



Ich hoffe sehr, dass dieser Baum leben darf. Ein Lied, was mich schon in meiner Kindheit berührt hat, war „mein Freund der Baum ist tot“ von Alexandra.

Hoffen wir, dass der Amberbaum und seine Nachbarbäume auf dem Markt noch lange erhalten bleiben und uns mit ihren Farben und dem Schatten Freude schenken. 



Ich habe den Baum fotografiert. Seine Rinde, seine Äste und er hat schon Knospen. Ich habe versucht trotz der winterlichen Jahreszeit seine Schönheit ins rechte Licht zu rücken. 
Ich wünsche mir, dass die Amberbäume auf dem Markt stehen bleiben und uns weiter erfreuen dürfen.

Leserreporter:

Ingrid Blüm aus Pulheim

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