Naturschutz für die nächsten 10 Jahre
Naturschutz für die nächsten zehn Jahre

Die DBU Naturerbe hat 
klare Entwicklungsziele festgelegt.
  • Die DBU Naturerbe hat
    klare Entwicklungsziele festgelegt.
  • Foto: DBU Naturerbe

Die Wahner Heide bietet wichtige Lebensräume für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Deshalb hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) nun einen Masterplan entwickelt, der festlegt, wie das 2000 Hek-tar große Naturschutzgebiet in den nächsten zehn Jahren vor Schaden bewahrt soll.

Porz. Wer im Wald der Wahner Heide alte Laub- sowie Nadelbäume sieht und an anderer Stelle über mager wirkende Wiesen schaut, hat schon zwei Besonderheiten im DBU Naturerbe Wahner Heide entdeckt. Denn ungedüngtes, also nährstoffarmes Offenland ist in Deutschland selten geworden. Auch die heimischen Mischwälder mit Bäumen unterschiedlichen Alters dienen dem Naturschutz. Und da der ehemalige Truppenübungsplatz beides bietet, gilt es ihn bestmöglich zu schützen und weiterzuentwickeln.

Genau das sieht der DBU-Entwicklungsplan für die nächsten zehn Jahre vor. Interessant: Die militärische Vornutzung des Gebiets spielt dabei eine Rolle. „Auf den lichten Flächen wie den wertvollen Sandmagerrasen führten Soldaten Schießübungen durch. Dank des Militärs blieben so offene Lebensräume erhalten und werden nun im DBU Naturerbe dauerhaft geschützt“, erklärt Lena Fitzner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im DBU Naturerbe.

Fitzner hat gemeinsam mit ihren Kollegen sowie dem Bundesforstbetrieb Rhein-Weser einen 346-seitigen Entwicklungsplan erstellt und mit den Behörden abgestimmt. Ein langwieriger Prozess, denn: Biologen und Förster kartierten zunächst alle vorhandenen Biotope und Lebensraumtypen, erhoben Daten zum Waldzustand und erfassten Pflanzen- und Brutvogelarten.

Aufbauend auf diesen Daten entwickelte das Projektteam die geplanten Naturschutzmaßnahmen für Wald, Offenland und Feuchtgebiete sowie eine Wegeführung für Besucher. Susanne Belting, Fachliche Leitung im DBU Naturerbe dazu: „Wir erfassen wertvolle Biotope und seltene Arten und legen Entwicklungsziele für all unsere 71 Naturerbeflächen fest – damit Artenreichtum und Lebensraumvielfalt in Deutschland besser geschützt werden.“

Redakteur:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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