Ministerin Neubaur kam zur Übergabe
Klimaführerschein für Porzer Grundschul-Pänz
- Einige Schüler der GGS Irisweg sind Klimabotschafter. Ministerin Mona Neubaur kam zur Übergabe.
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von René Denzer
Köln. Beim Thema Umwelt und deren Schutz weiß Jilan, worauf es ankommt: „Wir brauchen viel mehr Bäume. Denn sie nehmen CO2 auf und machen sozusagen Sauerstoff daraus und so gibt es weniger schlechtes CO2“, weiß die Schülerin der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Irisweg. Ihre Mitschülerin Kazhin ergänzt: „Weniger mit dem Auto zu fahren, ist auch gut. Das ist besser für die Umwelt.“
Das Wissen der beiden Mädchen kommt nicht von ungefähr. Denn sie sind Klimabotschafter. Wie etliche ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler auch. Und damit sie das auch zeigen können, haben sie nun einen „Klimaführerschein“ bekommen. Dafür war extra die stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie und Klimaschutz, Mona Neubaur, in die GGS Irisweg nach Zündorf gekommen.
Und die Ministerin zeigte sich angetan von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler und der Initiative „Klimabotschafter“.
Die hat die Porzer Bürgerstiftung ins Leben gerufen. Seit 2024 wurden an acht Grundschulen in Porz rund 1000 Schülerinnen und Schüler im Unterricht zusätzlich für den Klimaschutz sensibilisiert, so die Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Christiane Weigand.
Das Konzept der „Klimabotschafter“ basiert auf einem Comic als Unterrichtsmaterial. In dem Comic werden konkrete Situationen des alltäglichen Umwelt- und Klimaschutzes beschrieben und durch den Löwen und den Eisbären „Porzja & Jo“ bewältigt. Besonders der Eisbär weiß viel über das Klima, berichten Jilan und Kazhin. Denn sein Lebensraum ist immer mehr bedroht, wenn die Erde sich weiter aufwärmt, das Eis schmilzt und er irgendwann in Porz lebt.
Aber auch Löwe Porzja weiß einiges. Von den beiden haben sie viel lernen können, so die Schülerinnen.
Die haben ihren „Klimaführerschein“ durch Stempel in einem „Klimasparbuch“ verdient. In dem Sparbuch wird die erfolgreiche Beschäftigung mit den unterschiedlichen Themengebieten dokumentiert. Dabei ist es durchaus beabsichtigt, dass die Grundschulkinder auch daheim ihre Erkenntnisse teilen und damit auch für eine entsprechende Verbreitung sorgen.
Ein Punkt, den Ministerin Neubaur an der Initiative besonders schätzt. „Wenn ihr zu Hause oder beim Sport davon erzählt, was ihr über den Schutz des Klimas gelernt habt, dann könnt ihr anderen etwas Wichtiges beibringen“, sagte die Ministerin im grünen Klassenzimmer im Freien auf dem Schulgelände. Und sie appellierte an die Kinder, dass sie die Erwachsenen daran erinnern sollen, etwas für saubere Luft und eine saubere Umwelt zu tun.
Und weil dabei auch der Löwe „Porzja“ hilft, machten sich die Kinder der Grundschule und die Ministerin daran, selbst einen Löwen zu zeichnen. Wie das geht, zeigte ihnen der Grafiker Sebastian „Özi“ Jenal, der für die bildliche Umsetzung der Lernmaterialien der Bildungsinitiative „Klimabotschafter“ ist. Mit seiner Hilfe zeichneten die Kinder und die Ministerin ihren eigenen Löwen.
Die Initiative „Klimabotschafter“ wird im kommenden Jahr auch an anderen Grundschulen in Porz umgesetzt werden können, sagte Christiane Weigand. Die Vorstandsvorsitzende der Porzer Bürgerstiftung dankte Ministerin Neubaur. „Der Besuch von Ministerin Mona Neubaur ist eine große Ehre, denn er gibt zu erkennen, dass unser Engagement auch über Porzer Grenzen wahrgenommen und unterstützt wird.“
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |