Unterstützung für Umweltprojekte
Trompetenbaum statt Esskastanie

Letzte Hand legten Ulrich Hammer, Fachbereich Stadtgrün, und Dierk Hedwig, Pressesprecher der Sparkasse Leverkusen an den Dreibock für die Baumanbindung an.
  • Letzte Hand legten Ulrich Hammer, Fachbereich Stadtgrün, und Dierk Hedwig, Pressesprecher der Sparkasse Leverkusen an den Dreibock für die Baumanbindung an.
  • Foto: Stadt Leverkusen

Leverkusen. Auch große Bäume wurden durch die Überschwemmungen im Juli vergangenen Jahres unterspült und verloren den Halt. So auch eine Esskastanie in der Rehbockanlage in Opladen. An ihrer statt wird nun ein Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) gepflanzt, gespendet von der Sparkasse Leverkusen. Die Mittel stammen aus der Aktion „Bäume statt Weihnachtskarten“. „Aus ökologischen Gründen heraus verzichten wir schon seit mehreren Jahren auf den Versand von Weihnachtskarten. Stattdessen unterstützen wir Umweltprojekte in Leverkusen. In diesem Jahr haben wir uns dazu entschlossen die Neupflanzung des Trompetenbaumes hier in der Rehbockanlage zu übernehmen“, so Dierk Hedwig, Pressesprecher der Sparkasse Leverkusen.

Der Trompetenbaum ist ein sehr imposanter Parkbaum mit großen, weißen Blütenständen im Juni, Juli, die an kleine Trompeten erinnern und sehr großen, hellgrünen Blättern. Ursprünglich an Flussläufen in Nordamerika beheimatet, ist er seit Jahrhunderten in vielen Landschaftsparks in Europa und großen Gärten vertreten. Er spendet viel Schatten, ist stadtklimafest und schnellwüchsig. Der Baum bildet viele und starke Wurzeln aus, die sowohl senkrecht als auch horizontal ins Erdreich wachsen. So entsteht ein herzförmiges Netz an Wurzeln. In den Leverkusener Grünanlagen werden grundsätzlich an den Standort und das Klima angepasste Baumarten neu gesetzt.

Gepflanzt wird der Trompetenbaum mit einem Stammumfang von 18 bis 20 Zentimeter an dem Weg in der Rehbockanlage, der zwischen dem Teich und der Wupper verläuft. Inklusive Fertigstellungs- und Entwicklungspflege kostet die Neupflanzung 1.700 Euro. „Die Esskastanie, die vorher hier stand, ist leider mitsamt dem Wurzelteller umgefallen“, berichtet Ulrich Hammer vom Fachbereich Stadtgrün.

Generell sind die Bäume in den Leverkusen Parkanlagen noch relativ glimpflich davongekommen. Es gab insgesamt 18 Baumumstürze in den städtischen Anlagen. Im Wald stürzten auf Leverkusener Stadtgebiet insgesamt 53 Bäume um, davon knapp die Hälfte mit Stammdurchmesser über 80 Zentimeter, weiß der Fachbereich Stadtgrün von Förster Karl Zimmermann. Die meisten Schäden in den Grünanlagen nach der Flut entstanden an Wegen. Sie sind mittlerweile aber fast alle beseitigt. Die Kosten dafür belaufen sich bisher auf ca. 600.000 Euro. Der Aufwand für restliche Schäden, die behoben werden müssen (z. B. zerstörte Zäune) wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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