Der Bedarf ist groß
SKM sucht dringend Pflegefamilien für Kinder

Tamara Chebeko (r.) und Kerstin Wiefel (M.) begleiten Pflegefamilien oft über viele Jahre. Die Idee entstand vor 25 Jahren durch Geschäftsführerin Claudia Karlhofer (l.). Foto: Gabi Knops-Feiler
  • Tamara Chebeko (r.) und Kerstin Wiefel (M.) begleiten Pflegefamilien oft über viele Jahre. Die Idee entstand vor 25 Jahren durch Geschäftsführerin Claudia Karlhofer (l.). Foto: Gabi Knops-Feiler
  • hochgeladen von Angelika Koenig

Opladen (gkf). Wenn Kinder aus schwierigen familiären Situationen herausgenommen werden müssen, brauchen sie vor allem eines: ein verlässliches Zuhause. Der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) in Leverkusen sucht deshalb dringend neue Pflegefamilien, die bereit sind, einem Kind Stabilität und Geborgenheit zu geben.
Der Bedarf ist groß. „Es gibt mehr Kinder als Familien“, sagt SKM-Geschäftsführerin Claudia Karlhofer. Besonders gesucht werden Menschen im Raum Leverkusen, aber auch im weiteren Umkreis bis Köln, Düsseldorf oder ins Bergische Land.
Viele der Kinder, für die ein neues Zuhause gesucht wird, sind noch sehr jung. Häufig handelt es sich um Zwei- bis Vierjährige. In diesem Alter hätten sie gute Chancen, neue Bindungen aufzubauen und dauerhaft in einer Familie anzukommen, erklärt Karlhofer.
Seit 25 Jahren begleitet der SKM die Pflegefamilien und Kinder auf diesem Weg. Der Fachbereich Pflegekinder und Erziehungsstellen bietet eine intensive Beratung, die Familien oft über viele Jahre hinweg unterstützt. „Es ist eine sehr langfristige Arbeit“, sagt Beraterin Kerstin Wiefel. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Tamara Chebeko betreut sie Pflege- und Erziehungsfamilien in der gesamten Region. Beide sind Sozialpädagoginnen mit systemischer Beraterausbildung.
Wer darüber nachdenkt, ein Pflegekind aufzunehmen, wird zunächst ausführlich vorbereitet. Interessierte durchlaufen ein Prüfungsverfahren, das vor allem der Information und Vorbereitung dient. „Wir informieren sehr umfassend über Themen, die auf Familien zukommen können“, erklärt Tamara Chebeko. Viele Pflegekinder hätten belastende Erfahrungen gemacht, deshalb sei eine gute Vorbereitung besonders wichtig. Wenn eine Familie geeignet ist, beginnt die Suche nach einem passenden Kind. „Der Fokus liegt immer auf dem Kind“, betont Kerstin Wiefel. „Wenn alles zusammenpasst“, sagt Karlhofer, „ist es wie ein Puzzle – oder wie ein Sechser im Lotto.“
Als Gegenleistung für ihr Engagement erhalten Pflegefamilien ein monatliches, steuerfreies Pflegegeld, das sich aus Sachaufwand und Erziehungsbeitrag zusammensetzt. Zusätzlich gibt es Leistungen für Erstausstattung, Versicherungen und Kindergeld.
Menschen, die an der Aufnahme eines Pflegekindes interessiert sind, wenden sich an den SKM, Rat-Deycks-Str. 15-17, in Opladen. Die Fachberatung Erziehungsstellen ist unter Telefon 02171/ 399480 oder per E-Mail an info@skm-leverkusen.de erreichbar. Weitere Infos unter skm-leverkusen.de/hilfe-angebote/erziehungsfamilien

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