2. Nümbrechter Gesundheitstag im Parkhotel
Gesundheit vor der eigenen Haustür
- Auch der Karate-Verein Nümbrecht war auf dem 2. Nümbrechter Gesundheitstag vertreten
- Foto: Karin Rechenberger
- hochgeladen von Kristina Franke
Nümbrecht. „Die Luft aus dem Bienenstock ist ein kleines Naturprodukt, das viele Menschen als wohltuend empfinden“, sagte Sebastian Klein von der Erlebnisimkerei auf dem Lindenhof beim zweiten Nümbrechter Gesundheitstag im Parkhotel. Wenn es im Bienenstock summt, entsteht mehr als nur Honig. Sebastian Klein stellte die sogenannte Stockluftinhalation als neue Form der Apitherapie vor. Die warme Luft aus dem Bienenstock enthält ätherische Öle, Propolis-Dämpfe sowie feinste Bestandteile von Honig, Wachs und Pollen. Diese natürliche Mischung kann Atemwege und Immunsystem unterstützen. Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass sich die Asthmabeschwerden eines Imkers bei der Arbeit an den Völkern deutlich besserten. Heute berichten Anwender von positiven Erfahrungen bei Allergien, Asthma oder Erschöpfung. Die Inhalation erfolgt über ein geschlossenes System, kontaktlos und ohne Eingriff ins Bienenvolk. Ein Heilversprechen gebe es nicht, betonte Klein; vielmehr verstehe sich die Anwendung als begleitende Unterstützung des Wohlbefindens.
Beim zweiten Nümbrechter Gesundheitstag im Parkhotel präsentierten ausschließlich lokale Anbieter ihre Konzepte für mehr Wohlbefinden. In Vorträgen und an Informationsständen wurde deutlich, wie vielfältig die Möglichkeiten für Gesundheitsvorsorge direkt vor der eigenen Haustür sind.
Bewegung in der Natur bildete einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung. Wolfgang Abegg vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) empfahl nach der Winterpause einen behutsamen Einstieg mit kürzeren Wanderungen, die sich nach und nach steigern lassen. Neben der körperlichen Aktivität spiele vor allem die Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Wie Touren sicher geplant werden und welche Ausrüstung sinnvoll ist, erläuterte Josef „Jupp“ Räkers, Leiter der SGV Wanderakademie NRW, vor großem Publikum.
Mit der entspannenden Wirkung des Waldes beschäftigte sich Waldbaden-Anleiter Benoit Marchal. Bereits kurze Aufenthalte in der Natur können das Nervensystem beruhigen, den Blutdruck regulieren und das Immunsystem stärken. Wahrnehmungs- und Atemübungen vertieften diesen Effekt.
Auch medizinische Themen standen auf dem Programm. Edgar Leißling erklärte in seinem Vortrag „Fit durch Fett“ die Bedeutung von Fetten für den Körper und unterschied zwischen ungünstigen und gesundheitsfördernden Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf den Stoffwechsel aus. Zudem zeigte er Wege auf, die geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten.
Wie persönliche Ziele helfen können, gesunde Gewohnheiten dauerhaft in den Alltag zu integrieren, erläuterte Gesundheitscoach Anna Emmerich. Statt abstrakter Zahlen stehen individuelle Motivationen im Mittelpunkt. Anschaulich wurde dies an einer Mitmachaktion zum Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel.
Das Spektrum reichte von Sport- und Entspannungsangeboten über Yoga und Kneipp bis hin zu Selbsthilfegruppen und nachhaltiger Ernährung. Der Gesundheitstag zeigte damit eindrucksvoll, wie groß das regionale Angebot ist und dass viele Wege zu mehr Gesundheit direkt vor der eigenen Haustür beginnen.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Karin Rechenberger aus Morsbach |
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