Jahresdienstbesprechung
Feuerwehr Nümbrecht zieht Bilanz
- Die Geehrten der Feuerwehr Nümbrecht im Parkhotel
- Foto: Michael Kupper
Nümbrecht. Bei der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Nümbrecht im Parkhotel blickte Wehrführer Michael Schlößer auf das Jahr 2025 zurück: „170 Einsätze. Über 35.000 Stunden geleistetes Ehrenamt. Wir sind eine Feuerwehr, die wächst, in die investiert wird und die sich weiterentwickelt.“ Er freute sich, dass es bei der Personalstärke insgesamt von 336 einen Zuwachs von 29 Personen gegeben hatte.
Einsatzmäßig sei 2025 in etwa wie das Vorjahr verlaufen. Von den 38 Bränden seien lediglich zwei größeren Ausmaßes gewesen. Herauszuheben seien der vermutete Quecksilberfund beim Parkhotel, was sich später als Amalgam herausstellte und die Fluchtfahrt eines Transporters vor der Polizei, die im Wohnzimmer einer alten Dame in Langenbach endete. Highlights waren der Umzug der Einheit Nümbrecht in das neue Gerätehaus und die anschließende Feier ihres 150-jährigen Jubiläums.
Bei seinem Ausblick auf das aktuelle Jahr schilderte Schlößer, dass fünf neue Fahrzeuge erwartet werden. Neben drei neuen Löschgruppenfahrzeugen seien die Umbauarbeiten an einem Unimog zum Waldbrandtanklöschfahrzeug sowie an einem Milchsammelwagens zum Großtanklöschfahrzeug abgeschlossen: „Das Gesamtinvestitionsvolumen in diese Fahrzeuge beträgt rund 2 Millionen Euro.“
„Ich kenne Eure Arbeit nicht nur aus Erzählungen und Zeitungsartikeln, ich habe sie selbst erlebt“, sagte Thomas Hellbusch auf seiner ersten Jahresdienstbesprechung als Bürgermeister. Zutiefst habe ihn die Professionalität der Einsatzkräfte beeindruckt, gepaart mit tiefem und echtem menschlichem Mitgefühl. Er schilderte, dass er 30 Jahre seines Berufslebens im Streifendienst bei der Polizei verbracht hat und meist habe er erlebt, dass er nur als Zweiter an der Einsatzstelle war: „Glaubt mir – als Polizist ist man nicht gerne der Zweite am Einsatzort.“ Doch habe sich ein gutes Gefühl darübergelegt: „Wir wussten, die Menschen sind in guten Händen.“ Hellbusch betonte: „Diese Gemeinde steht hinter Euch allen und an Sicherheit wird nicht gespart.“
Vor den Beförderungen und Ehrungen betonte der stellvertretende Kreisbrandmeister Mathias Schneider, das „der Blick nach vorne“ in der Gefahrenabwehr eine besondere Bedeutung habe. Die Krisen würden derzeit komplexer und das stelle auch die Feuerwehr vor neue Herausforderungen: „Ausbildung und Qualifikation sind die Eckpfeiler, aber ebenso wichtig ist die Nachwuchsarbeit.“
Für langjährigen, aktiven Dienst erhielten das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW: Andreas Brücher, Hartmut Wirth (50 Jahre, Gold mit Goldkranz); Kurt Jürges, Markus Kloppenburg, Mario Mattowitz, Holger Rahn, Jörg Reintsema, Thomas Richter, Ragnar Strang (35 Jahre, Gold); Vanessa Ernst, Christoph Gosse, Christian Lang, Daniel Mattowitz, Denis Monjean, Nina Weber (25 Jahre, Silber).
Für langjährige Mitgliedschaft wurden mit der Ehrennadel des Verbandes Deutscher Feuerwehren ausgezeichnet: Manfred Geilenberg (70 Jahre); Wolfgang Klos (60 Jahre); Andreas Brücher, Martin Dirks, Hartmut Wirth (50 Jahre); Jörn Grümer, Thomas Theis (40 Jahre); Luca Hahn, Luca Kohlberg, Sven Paulmann, Leon Wennekamp (10 Jahre).
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Michael Kupper aus Reichshof |
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