Rutschbahnsiedlung
Kulturpfad der Stadt ist um eine Station reicher

Die Rutschbahnsiedlung in der Sebastianstraße mit ihren markanten Häusern.
  • Die Rutschbahnsiedlung in der Sebastianstraße mit ihren markanten Häusern.
  • Foto: Bracker

Niederkassel. Die Wohnsiedlung in der Sebastianstraße in Niederkassel wurde zum Bestandteil des Niederkassel Kulturpfads.

Die Siedlung stammt aus den Jahren 1959 / 1960 und wurde von dem bekannten Kölner Architekten Gottfried Böhm (1920 - 2021) entworfen. Böhm wurde durch seine sakralen und profanen Bauten über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Insbesondere der Wallfahrtsdom in Neviges und das Bensberger Rathaus spiegeln das Schaffen des Architekten wider.

Die Wohnsiedlung mit ihren eigenwilligen Häusern wich von damaligen gängigen Vorbildern ab und ist eine der wenigen Entwürfe des Architekten Böhm im Kleinsiedlungsbereich. Zwar schuf Böhm weitere Wohnsiedlungen und Quartiere, diese zeichneten sich im Gegensatz zu der Wohnsiedlung in Niederkassel durch ihre Größe und Kompaktheit aus. Die hier im Umland bekannteste Wohnsiedlung ist das Wohnquartier in Köln-Chorweiler.

In 2021 wurde für die Wohnsiedlung Sebastianstraße zur Erhaltung des ihr eigenen Charakters eine Erhaltungssatzung erstellt, um so eine der wenigen Arbeiten des Architekten Böhm in dieser Form zu erhalten. Die Wohnsiedlung in der Sebastianstraße zeichnet sich insbesondere durch ihre Gebäudeanordnung und Gebäudeform aus. Hervorzuheben sind die klar abgegrenzten, mit Pultdächern versehenen Kuben, die lediglich sparsame und symmetrisch gegliederte Fensteröffnungen aufweisen sowie die großzügig geschnittenen Grundstücke.

Im Laufe der Jahre erhielt die Wohnsiedlung den Spitznamen „Rutschbahnsiedlung“.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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