Schulzentrum Nord in Niederkassel eröffnet
„Ich stehe hier in einem Traum“
- Funktional, strukturiert, gebrauchsorientiert und optisch einwandfrei präsentiert sich der Neubau des Schulzentrums Nord.
- Foto: Bracker
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Mit dem Neubau der Gesamtschule, einer gemeinsamen Mensa und einer multifunktionalen Dreifachsporthalle ist das Schulzentrum Nord umfassend erweitert worden. Es handelt sich nach Angaben der Stadt um das bislang größte Bauprojekt Niederkassels. Die kalkulierten Kosten seien dennoch unterschritten worden. Bürgermeister Matthias Großgarten, bei Eröffnung seit genau 1.000 Tagen im Amt, hob die perfekte Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik, Planern und ausführenden Unternehmen hervor.
Die fünfzügige Gesamtschule ist für die Klassen fünf bis zehn vorgesehen. Das voll unterkellerte Gebäude besitzt drei Vollgeschosse. Die Jahrgangsstufen sind auf sechs Cluster verteilt: Die Klassen fünf und sechs befinden sich im unteren, die Klassen sieben und acht im mittleren sowie die Klassen neun und zehn im oberen Bereich. Derzeit besuchen 857 Schülerinnen und Schüler die Schule, an der 85 Lehrkräfte tätig sind.
Zur technischen Ausstattung gehören drei zentrale Lüftungsanlagen, eine Fußbodenheizung und eine Geothermieanlage mit vier Schluck- und Entnahmebrunnen. Die Türen der Unterrichtsräume verfügen über Rollos und können aus Sicherheitsgründen im Notfall von innen verschlossen werden.
Die Technik- und Hauswirtschaftsräume werden vorerst weiterhin im alten Schulgebäude genutzt. Ebenso bleibt die Oberstufe im Containergebäude.
Die neue Mensa ist für die Gesamt- und die benachbarte Gymnasialschule ausgelegt. Auch die Dreifachsporthalle steht beiden Schulen zur Verfügung. Insgesamt bietet die Mensa des Schulzentrums Platz für mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler. Die Kombination aus Mensa und Sporthalle soll zudem Sportveranstaltungen mit Verpflegung sowie weitere Veranstaltungen ermöglichen. Das Foyer kann dabei für die Bewirtung genutzt werden.
Darüber hinaus dient der Gebäudekomplex als Anlaufstelle bei Katastrophenfällen. Vorgesehen sind Sitzplätze zum Essen und Möglichkeiten zur Unterbringung. Eine eigene Stromversorgung soll den Betrieb im Notfall unterstützen. Das Deutsche Rote Kreuz zeigte, wie eine Unterbringung organisiert werden kann.
Begleitet wurde das Vorhaben von einem eigens eingerichteten Ausschuss unter Leitung von Sebastian Koch. Nach seinen Angaben wurde das Projekt parteiübergreifend und in Kooperation mit Vereinsvertretern gestaltet. Ursprünglich sei lediglich eine Zweifachsporthalle vorgesehen gewesen, im Verlauf der Planung seien jedoch weitere Anforderungen hinzugekommen.
Schulleiterin Dr. Albrecht bezeichnete das neue Gebäude als die Verwirklichung eines Traums. Die Schülerinnen und Schüler hätten den Bau unmittelbar verfolgen können und gingen nach ihrer Beobachtung pfleglich mit dem neuen Gebäude um.
Für Samstag, 14. November, ist ein Tag der offenen Tür geplant.
Redakteur/in:Irmgard Bracker aus Niederkassel |