Kirmes wie gemalt
Eine Kirmes mit kräftiger Karnevalsdosis
- Foto: Mülhausen
- hochgeladen von Irmgard Bracker
Bereits bei der Kirmeseröffnung am frühen Freitagabend deutete es sich an, dass man mit unbeschwerten Tagen rechnen durfte. Ramon Wiener, der 1. Vorsitzende des veranstaltenden Ortsrings Niederkassel, stellte in seiner Begrüßung fest: „Die Basis zur erfolgreichen Kirmes ist zur Hälfte schon gelegt, nämlich das Kaiserwetter, das für die Kirmestage angekündigt wurde. Die andere Hälfte müsst ihr Kirmesgäste beisteuern. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns auch auf Euch verlassen können und wir eine rundum stimmungsvolle Kirmes erleben dürfen“. Bürgermeister Matthias zeigte sich in der anschließenden Eröffnungszeremonie sehr erfreut, an seinem Amtssitz die Kirmes eröffnen zu dürfen, was er mit dem Fassanstich und der Einladung zum Freibier gekonnt erledigte.
Der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten. Fähndelschwenker Julius läutete mit seiner Darbietung, in der er trotz seines jungen Alters schon beachtliche Figuren zeigte, eine Karnevalspremiere ein, die die Herzen der Niederkasseler Narrenschar höherschlagen ließ.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Niederkasseler Karnevals wird ein echtes Dreigestirn die Amtsgeschäfte in der kommenden Session übernehmen. Jungfrau Marie (Marco Müller), Bauer Markus (Dreimann) und Prinz Christian I. (Görgens) vom Junggesellenverein „Echte Fründe“ präsentierten sich mitsamt Gefolge und bester Laune dem Publikum, darunter auch einige Karnevalsvereine aus den übrigen Ortsteilen, allen voran die Ranzeler Tollität Lena I. mit einer schmucken Abordnung. Zur Freude aller Anwesenden spendierte das Gefolge ebenfalls fleißig Freibier, wobei der Fassanstich durch den designierten Prinzen Christian I. zum Erstaunen (und zur Schadenfreude) aller doch recht feucht geriet - ein Schelm, wer dabei an eine manipulierte Zapfanlage denkt! Mit Unterstützung seiner Gefolgsleute konnte das Malheur jedoch schnell behoben werden. Vor dem Hintergrund, dass die „Echten Fründe“ im nächsten Jahr zudem ihr 20-jähriges Jubiläum feiern, darf man jede Menge Action, Frohsinn und Kamelle erwarten.
- Das designierte Dreigestirn
- Foto: Mülhausen
- hochgeladen von Irmgard Bracker
Nach diesem schwungvollen Einstieg ging es weiter mit der Karaoke-Nacht, zu der sich erfreulich viele Kandidaten meldeten. Auch wenn der ein oder andere Ton etwas vom Original abwich, war doch so manches Talent unverkennbar, was vom mehr oder weniger fachkundigen Publikum mit viel Applaus honoriert wurde und sogar zum kräftigen Mitsingen animierte.
Und auch die folgenden Tage erwärmten die Herzen der Kirmesmacher und der Besucher. So hielt die Partynacht mit DJ Schlagergotti am Samstagabend die Besucher lange an den Buden und Ständen.
Der Sonntag wurde eingeleitet mit dem von der Jugendförderung der Stadt organisierten Weltkindertagsfest, das unter dem Thema „Recht auf Bildung“ stand. Neben Spielen konnten Kinder, Jugendliche und Familien an diversen Stationen rund um das Rathaus erfahren, wie wichtig Bildung, Chancengleichheit und Beteiligung sind. Mit traditionellen Kirmesattraktionen wie dem musikalischen Frühschoppen der Ortsvereine und der „Nubbelverbrennung“ wurde der Sonntag angereichert. Insgesamt bescherte das Kirmeswochenende den Organisatoren offensichtlich viel Anerkennung und den Besuchern viel Spaß und Abwechslung.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Walter Mülhausen aus Niederkassel |