Kommunalwahl in Niederkassel
CDU holt meiste Stimmen, WIN überrascht
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Niederkassel hat gewählt: Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis bleibt die CDU mit 34,09 Prozent (5.871 Stimmen) stärkste Kraft in der kommenden Ratsperiode. Die SPD erreichte 20,82 Prozent (3.586 Stimmen). Eine Überraschung gelang der Wählergemeinschaft WIN, die mit 19,77 Prozent (3.404 Stimmen) fast gleichauf mit der SPD liegt und sich damit aus dem Stand als zweitstärkste Fraktion etabliert. Die Grünen kamen auf 10,19 Prozent, die AfD auf 6,92 Prozent, die FDP auf 4,48 Prozent und Die Linke auf 3,73 Prozent.
Aufgrund der Aufstockung des Stadtrats umfasst dieser nun 44 statt bisher 38 Sitze. Insgesamt waren 30.827 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, 17.554 gaben ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 56,94 Prozent, davon entfielen 26,5 Prozent auf die Briefwahl.
- Der Fraktionsvorsitzende Dano Himmelrath zeigte sich zufrieden damit, weiterhin stärkste Kraft im Stadtrat zu sein, möchte aber schnellstens Gespräche mit den anderen Fraktionen über eine stabile Mehrheit führen.
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„Wir haben rund zehn Prozentpunkte verloren. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis, dass eine neue Wählerinitiative aus dem Stand fast 20 Prozent erreicht. Wir werden nun Gespräche mit allen anderen demokratischen Fraktionen führen, außer am rechten und linken Rand", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dano Himmelrath.
- Großer Jubel bei WIN. Sie haben genauso viele Ratsmandate erreicht wie die SPD und sind somit gemeinsam zweitstärkste Kraft im neuen Stadtrat.
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Bei der Wählergemeinschaft WIN herrschte sichtlich Zufriedenheit: „Das Ergebnis ist deutlich besser ausgefallen, als wir gehofft hatten. Wir sind nun zweitstärkste Kraft im neuen Rat und konnten sogar vier Direktmandate gewinnen. Das möchte wir für konstruktive Politik nutzen“, lautete die einhellige Meinung.
- Die FDP konnte immerhin zwei ihrer drei Sitze verteidigen. Darüber freuten sich Jürgen Bergmann und Anette Wickel.
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FDP-Ratsmitglied Jürgen Bergmann erklärte: „Wir sind noch mit einem blauen Auge davongekommen und konnten immerhin zwei unserer drei Sitze verteidigen.“
Aktuelle Informationen aus den Fraktionen:
SPD Niederkassel: Die SPD Niederkassel hat nach der Kommunalwahl neun Mandate im Stadtrat erreicht und bleibt damit zweitstärkste Kraft. Vorsitzender Kai Rübhausen wertet besonders den gelungenen Generationenwechsel als Erfolg: Fast die Hälfte der Ratsmitglieder wurde erstmals in den Stadtrat gewählt.
In den kommenden Monaten rechnet die SPD mit wichtigen politischen Weichenstellungen. Die Fraktion kündigt an, sich konstruktiv in die Arbeit einzubringen und Gespräche mit allen demokratischen Parteien zu führen. Ziel sei ein arbeitsfähiger, lösungsorientierter Stadtrat, der zentrale Zukunftsprojekte voranbringt und die Arbeit des Bürgermeisters unterstützt.
Eine klare Absage erteilt die SPD einer Zusammenarbeit mit der AfD. Diese Haltung sei in der Partei unumstritten. Wie sich die Gespräche mit den übrigen Fraktionen entwickeln, bleibe abzuwarten.
Grüne Niederkassel: Nach der Kommunalwahl ziehen Marion Iampieri, Ralf Droske, Petra Verharen und Ulrich Buchholz für die Grünen in den Niederkasseler Stadtrat ein. Sie wollen in den kommenden fünf Jahren vor allem Themen wie Klimaschutz, Mobilität, soziale Gerechtigkeit, Bildung, Chancengleichheit und Bürgerbeteiligung bearbeiten. Grundlage der politischen Arbeit soll ein transparenter und nachhaltiger Haushalt sein. Das Wahlergebnis bezeichnete der Ortsverband der Grünen als "enttäuschend". Parteiintern soll nun analysiert werden, welche Schlüsse sich daraus für Programm, Wahlkampf und künftige Arbeit ziehen lassen. Wie sich Mehrheiten im neuen Stadtrat bilden, ist noch offen.
Auch der Integrationsrat wurde neu gewählt. Er besteht künftig aus sechs direkt gewählten Vertreterinnen und Vertretern sowie drei Delegierten aus dem Stadtrat. Die Grünen unterstützten die Liste „Teilhabe für Alle“. In den Integrationsrat gewählt wurden Abbas Obaid und Klára Kohlhepp, ebenso Mitglieder zweier weiterer Listen. Mit der Wahl ist ein neues Gremium entstanden, das die Beteiligung und Mitbestimmung von Menschen mit Migrationsgeschichte in Niederkassel stärken soll.
Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Daniel Engel aus Troisdorf |
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