Inklusives Sportcamp
Hauptsache zusammen
- Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wurde ein Menschenkicker, der durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren angeschafft werden konnte, von den Kindern erstmals ausprobiert.
- Foto: Christa Gast
Neunkirchen. „Zusammen geht alles besser“ gilt nicht nur beim Menschenkicker, der im Rahmen der Eröffnungsfeier zum inklusiven Sportcamp auf dem Sportplatz Höfferhof seiner Bestimmung übergeben wurde.
So heißt auch das Motto des Sportcamps, das die evangelische Kirchengemeinde in Kooperation mit dem SV Neunkirchen und der evangelischen Kirchengemeinde Much in den letzten beiden Ferienwochen veranstaltet.
In dieser Zeit spielen jeweils rund 30 Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam auf dem Gelände der Kirchengemeinde, in der benachbarten Turnhalle oder auf dem Sportplatz, treiben zusammen Sport, helfen einander, lernen voneinander und haben dabei viel Spaß, so die Co-Leiterin Patricia Umbach.
Zur Eröffnung des Camps feierten Pfarrer Uwe Rieske und Diakonin Elke Coxson mit allen Beteiligten einen Open-Air-Gottesdienst auf dem Sportplatz unter dem Bibelwort „Zwei sind besser als einer allein“. Dabei bewiesen die Kinder und Erwachsenen etwa beim Singen mit vollem Körpereinsatz ihre Fitness und einige Fußballer des gastgebenden SV Neunkirchen demonstrierten, was Teambildung heißt.
Während die Kinder anschließend auf dem Sportplatz verschiedene Sportarten wie Fußball, Judo, die koreanische Schwertkampfkunst Haidong Gumdo und Bogenschießen ausprobierten oder Menschenkicker spielten, dankten Pfarrer Uwe Rieske und Diakonin Elke Coxson bei einem Umtrunk allen Kooperationspartnern und Unterstützern.
Camp-Leiterin Elke Coxson, der Inklusion schon seit Jahren ein großes Herzensanliegen ist, freute sich über die zahlreichen Vereine und Privatpersonen, die das Camp ermöglichen und sich damit für ein gutes Miteinander in der Gesellschaft einsetzen. Bereits seit 2015 veranstaltet die Kirchengemeinde inklusive Ferienangebote, inzwischen nicht mehr allein in den eigenen Räumen, sondern selbstverständlich auch mitten unter den Menschen im Ort. „Wenn wir etwas bewegen wollen, müssen wir uns zeigen“, ist Elke Coxson überzeugt. Randi Hege, die seit Jahren zu den Helfern gehört, schwärmt: „Das Klima hier ist gigantisch Das ist stets mein persönliches Jahres-Highlight. Jedes Jahr sehe ich, wie sich die Kinder weiterentwickelt haben.“ Ehemalige Konfirmanden würden gerne ein Jahr an die „Konfi“-Zeit anhängen, um als Teamer im Camp helfen zu können - oft auch mehrmals, berichtet sie und Elke Coxson ergänzt: „Sogar unsere Teams sind inklusiv aufgestellt.“ Gemeinsam geht eben alles besser.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Christa Gast aus Königswinter |