Schutz für heimische Insekten
Asiatische Hornisse bekämpfen
Neunkirchen-Seelscheid. Bereits im vergangenen November wurde über die Schwierigkeiten bei der Bekämpfung der asiatischen Hornissen berichtet. In der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid hatten sie große Nester in hohen Bäumen gebaut, wo sie im Blattwerk nicht aufgefallen sind und kaum erreichbar waren.
Nach Einschätzung von Fachleuten breiten sich diese aus Asien eingeschleppten Tiere weiter mit großer Geschwindigkeit aus, es müsse dieses Jahr mit fünf Mal mehr Nestern als im Vorjahr gerechnet werden. Diese schnelle Verbreitung bedeutet eine große Gefahr für andere Insekten, insbesondere für die Honigbienen, die eine bevorzugte Nahrung der Hornissen darstellen. Im Extremfall kann das bedeuten, dass es erhebliche Ernteausfälle zu verkraften gibt, weil die Honigbienen nicht mehr in der Lage sind, alle Blüten zu bestäuben.
Im Frühjahr ist die Bekämpfung der asiatischen Hornisse wesentlich einfacher, als im Hochsommer und Herbst. Denn jetzt bauen die Königinnen ihr Primärnest in Hecken, in Schuppen oder an geschützten Stellen, meist in gut erreichbarer Höhe. Diese Primärnester sind ungefähr so groß wie Tennisbälle. Die Sekundärnester, in die die Hornissen im Sommer umziehen, sind meist in großer Höhe in Bäumen versteckt und erreichen die Größe von Medizinbällen. Die Bekämpfung der asiatischen Hornisse bleibt auch im Frühling die Aufgabe von Fachleuten. Allein die Verwechslungsgefahr mit der streng geschützten heimischen europäischen Hornisse schließt die Bekämpfung in Selbsthilfe weitestgehend aus.
Wichtig ist es, den Fund eines Hornissennestes dem Amt für Umwelt- und Naturschutz zu melden. Dies geschieht am besten telefonisch vormittags unter 02241 - 13 3900 oder per E-Mail an naturschutztelefon@rhein-sieg-kreis.de, hier bekommen Sie Hilfe und sachdienliche Auskunft.
Eine Pressemitteilung der Freien Demokraten Neunkirchen-Seelscheid
https://nks.freie-demokraten.de
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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