Auffällig elegant und Zuhause für alle
Immanuel-Kirche ist nach Neubau Besuchermagnet

Aus Holz und Glas wurde das vielfach prämierte Gebäude erbaut.
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Stammheim - (tau). Auch ohne jedes architektonische Vorwissen merkt der
Besucher schnell, dass dieses Gebäude etwas ganz Besonderes ist. Die
Rede ist von der 2013 erbauten Immanuel-Kirche in Stammheim. Erstellt
vor allem aus Glas und finnischen Hölzer, ist sie auffällig elegant
und strahlt dabei eine große Ruhe aus.

2014 erhielt das Gebäude mit Bauherren und Architekten als eines von
fünf Projekten den Kölner Architekturpreis. 2015 folgte der Deutsche
Holzbau-preis, zeitgleich bekam das ausführende Berliner
Architekturbüro Sauerbruch Hutton den Deutschen Architekturpreis
überreicht. Nach wie vor kommen zahlreiche Besucher aus ganz
unterschiedlichen Gründen vorbei.
„Mal haben wir Gäste aus China oder England da, mal von ganz aus
der Nähe. Es kommen junge wie alte Menschen. Die einen interessieren
sich eher für den geistlichen Hintergrund, andere fragen nach der
Architektur“, weiß Diakoniekirchmeisterin Renate Wagner. Aufgrund
der großen Nachfrage bietet die Gemeinde regelmäßige
Kirchenführungen an – die nächste findet am 8. April von 15 bis 18
Uhr statt.
Schon vor 14 Jahren begannen die Überlegungen zu einem Neubau der
Kirche. Denn damals stellte sich heraus, dass die bestehenden Kirchen
der Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde, die Lukas-Kirche im
Stadtteil Flittard und das Dietrich-Bonhoeffer-Haus im Stadtteil
Stammheim, sanierungsbedürftig waren. Eine Gemeinde-
versammlung plädierte im Jahr 2008 schließlich für einen Neubau.
Auf dem Gelände des abgerissenen Dietrich-Bonhoeffer-Hauses entstand
die Immanuel-Kirche als neues Zuhause für die gesamte Gemeinde –
der Name „Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde Flittard/
Stammheim“ kommt nicht von ungefähr. „Auch aus diesem Grund
besuchen uns viele Menschen – wir sind nicht die einzige Gemeinde,
die sparen und zusammenwachsen muss“, sagt Wagner.

Viele Elemente der Immanuel-Kirche entstammen aus den beiden
Vorgänger-Häusern. Kanzel, Altar und Taufbecken wurden aus dem
Dietrich-Bonhoeffer-Haus übernommen. Ein Bodenkreuz wurde aus
Backsteinen der Lukaskirche gestaltet. Die Gemeinde bevorzugte einen
Neubau, der Elemente der früheren Kirchen beinhaltet. Etwas
Besonderes ist das Lichtkonzept und die multifunktionale Nutzung des
Gebäudes. Alle Räume können je nach Bedarf einzeln oder aber auch
gemeinsam genutzt werden. „Die Immanuel-Kirche soll für alle ein
Zuhause sein, das ist das zentrale Element“, betont Wahner.

Aus Holz und Glas wurde das vielfach prämierte Gebäude erbaut.
Die finnischen Hölzer verbreiten in der Immanuel-Kirche eine aufgeräumt-elegante Atmosphäre.
Redakteur:

RAG - Redaktion

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