Abpflastern in Meckenheim
Wenn der Beton weicht gewinnt die Natur
- Mit gutem Beispiel voran: Bürgermeister Sven Schnieber (links) und die Technische Beigeordnete Bianca Lorenz entfernen am Weidenweg in Merl die ersten Betonplatten und starten damit die Entsiegelung einer städtischen Fläche im Rahmen des Wettbewerbs „abpflastern“.
- Foto: Stadt Meckenheim
Meckenheim (red). Es ist ein unscheinbarer Ort, aber ein symbolischer Schritt: Am Weidenweg im Meckenheimer Ortsteil Merl haben Bürgermeister Sven Schnieber und die Technische Beigeordnete Bianca Lorenz die ersten Betonplatten einer ehemaligen Spielplatzfläche entfernt. Damit hat die Stadt offiziell den Startschuss für ihre Teilnahme am bundesweiten Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“ gegeben – und geht dabei selbst mit gutem Beispiel voran.
Wo bislang graue Platten lagen, soll in den kommenden Wochen eine grüne Aufenthaltsfläche entstehen. Die vorhandenen Sitzgelegenheiten bleiben erhalten, werden aber künftig von regionalem Naturstein eingefasst. Den größten Teil der Fläche übernimmt ein insektenfreundlicher Mix aus Stauden, Sträuchern und Blühwiesen. Ziel ist es, Regenwasser wieder versickern zu lassen, Lebensraum für Tiere zu schaffen und zugleich die Aufenthaltsqualität für Menschen zu erhöhen.
Der Wettbewerb „abpflastern“, organisiert von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz, richtet sich an Städte, Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen. Die Idee ist einfach: Versiegelte Flächen sollen aufgebrochen und möglichst naturnah gestaltet werden – egal ob im eigenen Garten, im Vorgarten, auf Parkplätzen, in Innenhöfen oder auf kleineren Restflächen. Jede entsiegelte Fläche zählt. Eine Teilnahme ist noch bis zum 31. Oktober möglich.
Um den Einstieg zu erleichtern, unterstützt die Stadt Meckenheim die Aktion mit einem konkreten Angebot. Für private Projekte stellt die Verwaltung kostenfrei Container mit bis zu fünf Kubikmetern Volumen zur Entsorgung von hartem Bauschutt bereit. Dafür wurde ein eigenes Budget eingerichtet, das bis zur Ausschöpfung genutzt werden kann.
Zusätzlich lobt die Stadt einen eigenen Wettbewerb aus. Prämiert werden die drei Projekte innerhalb Meckenheims, die die größte Fläche entsiegeln. Damit will die Stadt nicht nur am bundesweiten Wettbewerb teilnehmen, sondern auch vor Ort Anreize setzen, Beton aufzubrechen und neue grüne Räume zu schaffen.
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