Spendenbetrüger
Polizei warnt vor Masche mit Kartenlesegeräten
- Betrüger nutzen inzwischen offenbar sogar Kartenlesegeräte, um gutgläubigen Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
- Foto: Symbolfoto: st.kolesnikov/stock.adobe.com
- hochgeladen von Jan L. Dahmen
Region (red). Die Bonner Polizei warnt vor einer dreisten Betrugsmasche durch falsche Spendensammler. In den vergangenen Tagen wurden in Bad Honnef, Meckenheim und Swisttal drei Fälle bekannt, bei denen Unbekannte gezielt Passanten auf Supermarktparkplätzen ansprachen. Die Täter gaben vor, Spenden für soziale Einrichtungen oder persönliche Notlagen zu sammeln.Nach Angaben der Polizei erklärten die Betrüger, kein Bargeld annehmen zu können, und forderten stattdessen dazu auf, einen Betrag per Kartenlesegerät zu überweisen. Die Geschädigten bestätigten den angezeigten Betrag, ohne zu bemerken, dass die Summe offenbar im Nachgang zu ihrem Nachteil verändert wurde. Erst bei der Kontrolle der Kontoauszüge fiel auf, dass deutlich höhere Beträge abgebucht worden waren. Insgesamt erlangten die Täter auf diese Weise rund 5.000 Euro. In zwei Fällen sollten die Spenden angeblich einer Taubstummenorganisation zugutekommen.
Die Polizei rät in diesem Zusammenhang zu besonderer Vorsicht. Bürger sollten misstrauisch sein, wenn sie von fremden Personen um Geld gebeten werden, insbesondere wenn Zahlungen per Karte erfolgen sollen. Zudem empfiehlt die Polizei, geschilderte Notlagen kritisch zu hinterfragen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Bei aufdringlichem oder aggressivem Verhalten sowie bei einem Betrugsverdacht sollte umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 informiert werden.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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