Großer Zapfenstreich zum Abschied
Peter Wassong war 43 Jahre Ortsvorsteher

Peter Wassong, der von allen nur „Ivo“ gerufen wird, war nach 43 Jahren als Ortsvorsteher von Weyer und Urfey sowie aus dem Rat der Stadt Mechernich verabschiedet worden. Beim Zapfenstreich standen neben ihm sein jüngster Sohn Björn (l.) und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.
  • Peter Wassong, der von allen nur „Ivo“ gerufen wird, war nach 43 Jahren als Ortsvorsteher von Weyer und Urfey sowie aus dem Rat der Stadt Mechernich verabschiedet worden. Beim Zapfenstreich standen neben ihm sein jüngster Sohn Björn (l.) und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.
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Weyer - (pp) Es ist ein bewegender Moment: Mit einem „Großen
Zapfenstreich“ auf dem Dorfplatz wurde jetzt Peter „Ivo“ Wassong
nach 43 Jahren als Ortsvorsteher in den Ruhestand verabschiedet. Fast
ganz Weyer und viele Ehrengäste wohnten diesem feierlichen
Zeremoniell bei. Wassong hat für das 800-Einwohner-Dorf viel
geleistet. Beim „Großen Zapfenstreich“ waren die Örtlichkeiten
schon Beweis genug: Dorfplatz und Bürgerhaus – beides wurde
während seiner Amtszeit und unter seiner Regie hergerichtet oder
gebaut. Kurz vor 21 Uhr sind die Verdienste des heute 71-Jährigen,
der auch eine Zeit lang CDU-Fraktionsvorsitzender im Mechernicher
Stadtrat war, immer wieder Thema unter den angereisten Gästen. Auch
der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif, die vielen angereisten
ehemaligen Mitstreiter im Mechernicher Rat, die Ortsvorsteherkollegen,
Vertreter aller Vereine im Dorf oder schlicht den Weyerern selbst,
zollen Wassong dafür Respekt. Dass er Immenses geleistet habe, sei
unstreitig, hört man vor Ort. Heinz Kehmeier aus Wachendorf, Rolf
Jaeck aus Kommern – der eine ein ehemaliger Ortsvorsteher, der
andere ein amtierender Ortsvorsteher, Kehmeier wie Peter Wassong
ehrenamtlicher Verwaltungschef in Mechernich, Jaeck mal Stellvertreter
- kommen da schnell ins Erzählen.

„Wenn Peter als Bürgermeister gebraucht wurde, war er da und hat
gehandelt. Für unsere Vereine, beim Bau unseres Bürgerhauses in
Kommern“, sagt Rolf Jaeck. Wenige Meter weiter, am Rand des
Dorfplatzes, wo gleich gegenüber die Musikvereine Harmonie Weyer und
Cäcilia Flosidorf zusammen mit dem Jugend-Spielmannszug Nettersheim
den „Großen Zapfenstreich“ zu Ehren Wassongs spielen werden,
stehen Mitglieder des Junggesellenvereins Wildschweine 1980 Weyer und
warten auf den Beginn des Ehrentributs. Im Hintergrund ist der Maibaum
frisch geschmückt. Das ist so üblich zur tags drauf mit dem
traditionellen Ausgraben des Kirmesknochens durch den JGV beginnenden
Weyerer Kirmes. „Doch wir haben ihn gestern auch zu Ehren von Ivo
neu geschmückt“, betont Marcel Hansen. Ihm habe man schließlich
auch zu verdanken, dass man auf dem Dorfplatz die Mainacht feiern kann
wie den Standort für den Baum. Ivo kommt wenige Minuten später mit
seiner Familie zum Ehrenplatz.

„Muss das alles sein? Ich weiß es nicht?“ fragt sich Wassong
bescheiden. Doch sein jüngster Sohn Björn, Nachfolger seines Vaters
im Ortsvorsteheramt, hatte das entschieden. Alternativlos für den
Vater. Als Lieblingsstück innerhalb der freien Musikwahl der
„Serenadenform“ des „Großen Zapfenstreiches“ hat sich Peter
Wassong etwas wünschen dürfen. Deshalb erklingt wenige Minuten
später „Wo der Wildbach rauscht“, ein zünftiges alpenländisches
Notenwerk. Der Wunsch war Peter Züll, Karina Heß und Jürgen Kreutz,
die die versammelten rund 60 Musikerinnen und Musiker leiten, Befehl.
Björn Wassong steht neben seinem Vater auf dem Podest, dazu
Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Es ist feierlich. 15
Minuten später ist mit dem Abspielen der Nationalhymne ist der
Zapfenstreich vorbei. Auf Nachfrage verrät Peter Wassong, was es denn
mit dem zweiten Vornamen „Ivo“ auf sich hat, unter den ihn im
seinem Heimatdorf alle rufen: „Das war der Vorname meine Großvaters
Ivo Jost. Er war nach dem Zweiten Weltkrieg Bürgermeister in Dreiborn
und auch in damaligen Kreistag in Schleiden“. Weggefährten wissen:
Das Kantige und das Strategische – beides hat Peter „Ivo“
Wassong in der Kommunalpolitik von Mechernich ausgezeichnet.
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick nickt dazu bestätigend und lobt:
„Er hat einen geradlinigen Charakter!“. Zum Feiern zieht die
versammelte Festgemeinde vom Dorfplatz hoch ins Bürgerhaus zum
zweiten „Zapfenstreich.

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RAG - Redaktion

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