Skateanlage an Neuer Sandkaul
Ein Knüller für die Pänz im Veedel
- Ein Mekka für Skater soll in der Grünanlage an der Neuen Sandkaul entstehen.
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Von Hans-Willi Hermans
Von den Kindern und Jugendlichen wird sie seit Langem herbeigesehnt, nun ist sie zumindest auf den Weg gebracht: Widdersdorf bekommt eine Skateanlage. Laut Beschluss des Hauptausschusses wird sie in der Grünanlage zwischen der Neuen Sandkaul und Händelstraße, neben dem Gelände des SV Lövenich/Widdersdorf angelegt.
Dass es sich um eine sinnvolle Maßnahme handelt, bezweifelt niemand: Aufgrund der Neubaugebiete ist die Einwohnerzahl des Stadtteils seit 1990 von 5000 auf über 12.000 angewachsen, knapp ein Drittel ist unter 20 Jahre alt. Rund 3600 Kinder und Jugendliche leben heute in Widdersdorf.
Doch es hatte lange Diskussionen um den geeigneten Standort für die Anlage gegeben. Die Bezirksvertretung Lindenthal beantragte den Bau bereits 2017, hatte dabei allerdings einen Parkplatz an der Ecke Adrian-Meller-Straße/Unter Linden im Blick. Auch, um die unversiegelte Grünfläche an der Neuen Sandkaul zu schützen. Außerdem hatten sich Anwohner Sorgen wegen der Lärmbelästigung gemacht. Noch im September sprach sich die BV mehrheitlich für die Adrian-Meller-Straße aus.
Doch das Amt für Kinder, Jugend und Familien lehnt diesen Standort strikt ab. Denn das Grundstück befindet sich in Privatbesitz, es müsste angekauft oder gepachtet werden. Diese zusätzlichen Ausgaben, so die Verwaltung, seien „angesichts der aktuellen Haushaltslage zwingend zu unterlassen“. Diesem Argument schloss sich der Hauptausschuss nun an.
Vonseiten der Verwaltung spreche für den Standort an der Neuen Sandkaul, dass er bereits als „Fläche für Sport“ ausgewiesen ist. Ein Planungsentwurf liege auch schon vor. Darin ist eine „massive Schallschutzkonstruktion“ von 5,50 Meter Höhe und 71 Meter Länge zum Schutz der Wohnbebauung vorgesehen. Für die Skateanlage, an deren Planung Kinder und Jugendliche beteiligt waren, muss nun eine Fläche von 750 Quadratmetern versiegelt werden, das entspreche einem Anteil von rund 1,8 Prozent an der gesamten Grünfläche.
Nach einer groben Schätzung ist mit Kosten in Höhe von 500.000 Euro für die Skateanlage zu rechnen, die Lärmschutzwand schlägt noch einmal mit 280.000 Euro zu Buche. Sobald der Rat das Projekt endgültig abgesegnet hat, müssen zunächst die Arbeiten vergeben werden, was etwa sechs bis acht Monate dauern wird. Hinzu kommt noch eine reine Bauzeit von rund sechs Monaten. Die Verwaltung versichert auch, dass die neue Skateanlage in Widdersdorf keineswegs das Aus für die ebenfalls geplante Anlage an der Militärringstraße in Sülz bedeutet: Beide Vorhaben sollen umgesetzt werden.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |