3. Leverkusener Gesundheitstag
Hunderte ließen ihre Werte kontrollieren

Beim Gesundheitsparcours konnten die Besucher unter anderem ihre Cholesterin- und Blutwerte messen lassen.
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  • Beim Gesundheitsparcours konnten die Besucher unter anderem ihre Cholesterin- und Blutwerte messen lassen.
  • Foto: Gabi Knops-Feiler
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Leverkusen - Peter Orloff tat es, Peter Alexander und Ulli Martin ebenfalls: Sie
alle besangen „Monika“. Mit den alten Schlagern haben Rita Knieper
und Helga Schleimer nichts gemeinsam. Obwohl beide als „MoniKa“
beschäftig sind – als Monitoring- und Kommunikationsassistentin.
„Von Patienten werde ich aber im Allgemeinen nicht Monika
genannt“, beschreibt Schleimer lachend, „sondern mit meinem
richtigen Namen angesprochen. Nur Ärzte sprechen von Monika.“

Was es damit und mit „Mambo“ – kurz für „Menschen ambulant
betreut, optimal versorgt“ – auf sich hat, erläuterten sie
gemeinsam mit Koordinatorin Fabiola Fabian und weiteren Kolleginnen am
Samstag ausführlich beim Gesundheitstag im Forum: „Mambo“ ist ein
neues, innovatives Pilotprojekt der örtlichen Betriebskrankenkasse
(BKK) pronova, dem Regionalen Gesundheitsnetz Leverkusen und dem
Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und
Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität Köln.

Für Versicherte der Pronova BKK, speziell in der Region Leverkusen,
ist das Angebot kostenfrei. Es richtet sich an Patienten mit mehreren
chronischen Erkrankungen. Jeder, der das Programm nutzen möchte, wird
in einem Ärztenetz engmaschig betreut. Auf diese Weise können
Versorgungsengpässe erkannt, behoben und verbessert werden.

Und hier kommt die „Monika“ als Ansprechpartnerin und quasi als
verlängerter Arm des Hausarztes ins Spiel. Sie sorgt für einen
besseren Informationsaustausch zwischen Ärzten, Pflegekräften und
Patienten mit erhöhter Krankheitslast. Bislang sind rund 1.000
Patienten angemeldet. „Aktuell sind wir sehr zufrieden“,
kommentierte der Mediziner Peter Travnik deshalb, „es kommen
ständig neue Patienten dazu“. Mitunter gebe es Vorbehalte, aber das
Eis sei schnell gebrochen. „Uns Medizinern hilft das enorm, denn
selbst bei Hausbesuchen sieht man nicht alles.“

Prävention, Ernährung und Bewegung waren insgesamt die wichtigsten
Themen der dritten Messe für Gesundheit und Wohlbefinden im Forum. Im
Terrassensaal hatten sich rund 35 Austeller versammelt. Etliche
Selbsthilfegruppen boten Anregungen für die persönliche Vorsorge und
zeigten Möglichkeiten auf, um Gesundheit zu fördern und
Lebensqualität zu erhalten.

Im Eingangsbereich war der Andrang beim Gesundheitsparcours besonders
groß. Alleine innerhalb der ersten zwei Stunden ließen 150 Personen
ihre Cholesterin- und Blutzuckerwerte messen. Auch Renate Pavlovic aus
Hitdorf hatte 20 Minuten geduldig in der Schlange gestanden, bis ihr
die Opladener Arzthelferin Britta Dick Blut zur Kontrolle abnehmen
konnte. Nach der großen Runde beim Check-up nutzten sie und viele
andere Besucher die günstige Gelegenheit zur Beratung. „Tolle
Aktion, ich bin froh, dass ich gekommen bin“, freute sich auch
Hildegard Beier aus Schlebusch, die sich mit dem Gesamtergebnis des
Tages vollends zufrieden zeigte. 

Redakteur:

RAG - Redaktion

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