Archivgebäude nach viereinhalbjähriger Bauzeit eröffnet
Über zwölf Jahre danach

Zwölfeinhalb Jahre nach dem Einsturz des Gebäudes an der Severinstraße hat das Historische Archiv der Stadt Köln am Eifelwall eine neue Heimat gefunden. Foto: Mielke | Foto: Mielke
  • Zwölfeinhalb Jahre nach dem Einsturz des Gebäudes an der Severinstraße hat das Historische Archiv der Stadt Köln am Eifelwall eine neue Heimat gefunden. Foto: Mielke
  • Foto: Mielke
  • hochgeladen von RAG - Redaktion

Köln - (pm). Fast könnte man es ein „Happy Ending“ nennen für eine
der traumatischsten Geschichten der Stadthistorie seit dem 2.
Weltkrieg. Fast jede Kölnerin, fast jeder Kölner weiß, wo er oder
sie an jenem 3. März vor zwölfeinhalb Jahren war, als mit dem
Kölner Stadtarchiv das Gedächtnis einer ganzen Stadt im Erdboden
versank.

Nach viereinhalb Jahren Bauzeit eröffnete der Archivneubau am
Eifelwall (Eifelwall 5), der neben dem Kölner Stadtarchiv auch das
Rheinische Bildarchiv beherbergt. Oberbürgermeisterin Henriette Reker
erklärte, das Gebäude solle „dem Gedächtnis von Köln eine neue
Heimat geben“ und zeigte sich erleichtert darüber, dass beinahe 95
Prozent der Archivalien wieder hergestellt werden konnten. Besonders
hob sie die Nähe zum Universitätscampus hervor, die zahlreiche
Synergien ermögliche. Entstanden sei „eines der modernsten
Archivgebäude Europas“, das zudem nachhaltig geplant und errichtet
worden sei.

Im Neubau wurde ein bisher einzigartiges Klimakonzept realisiert. Dazu
gehören neben einem unterirdischen Eisspeicher auch eine
Wärmepumpenanlage und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Eine
sogenannte „Hüllflächentemperierung“ sorgt mithilfe
zirkulierenden Wassers für ein sehr effizientes und gleichzeitig
ökologisches Energiekonzept. Während die 50 Regalkilometer Archivgut
durch geschlossene Fassaden geschützt sind, gewährt die großzügige
Glasfront Einblicke und Durchblicke - nicht nur in den Vortragssaal.
Auch der Vorplatz soll dem Austausch und der Begegnung dienen.

Das gesamte Gebäude ist barrierefrei. Im ersten Obergeschoss befinden
sich neben dem Lesesaal mit 45 Plätzen, der auch vom Rheinischen
Bildarchiv genutzt wird, die Werkstätten und Fotolabore des
Rheinischen Bildarchivs. Im Geschoss darüber ist die
Restaurierungswerkstätte des Historischen Archivs untergebracht.

Am neuen Standort wird das Stadtarchiv mit verschiedenen Ausstellungen
Einblicke in seine Bestände und damit verbundene Aspekte der
Stadtgeschichte geben. Den Anfang macht die Ausstellung „Vergiss es!
Nicht. Vom Erinnern und Vergessenwerden.“, die am 19. Oktober
eröffnet wird.

Redakteur/in:

RAG - Redaktion

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

38 folgen diesem Profil

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.