Behälter sollen die Innenstadt sauberer machen
Neues Papierkorbmodell für Köln
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Köln bekommt neue Papierkörbe: Im Rahmen eines zunächst einjährigen Pilotprojekts werden 100 sogenannte Papierkorbgaragen an stark frequentierten Standorten aufgestellt. Das erste Modell wurde heute von Oberbürgermeister Torsten Burmester und Thomas Thalau, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der AWB Köln, offiziell in Betrieb genommen.
Die neuen Papierkorbgaragen bieten deutlich mehr Platz als herkömmliche Abfallbehälter. Große Einwurföffnungen sollen es zudem erleichtern, auch sperrigere Gegenstände wie Pizzakartons zu entsorgen. Damit soll das neue Modell dazu beitragen, Überfüllungen zu vermeiden und das Stadtbild sauberer zu halten. Die Einführung ist Teil des Masterplans Sauberkeit, in dem die Erweiterung und Modernisierung des Papierkorbangebots eine zentrale Rolle spielt.
„Köln verfügt bereits heute mit rund 24.000 Papierkörben über eine der höchsten Papierkorbdichten Deutschlands“, erklärte Oberbürgermeister Torsten Burmester. Die neuen Modelle sollten das bestehende Angebot dort ergänzen, wo besonders viele Menschen unterwegs seien und größere Kapazitäten benötigt würden. Gerade in der Innenstadt wolle die Stadt damit einen weiteren Beitrag zu mehr Sauberkeit leisten. Das Pilotprojekt biete zugleich die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und die Alltagstauglichkeit der Papierkorbgaragen zu prüfen.
Auch für die Beschäftigten der AWB soll das neue System Vorteile bringen. „Mit den Papierkorbgaragen verbinden wir mehrere Ziele: mehr Sauberkeit an hoch frequentierten Standorten, effizientere Entsorgungsprozesse und eine Entlastung für unsere Mitarbeitenden“, sagte AWB-Geschäftsführer Thomas Thalau. Das größere Fassungsvermögen könne Überfüllungen reduzieren. Gleichzeitig verringere das ergonomische Leerungssystem die körperliche Belastung bei der Arbeit.
240 Liter Fassungsvermögen und große Einwurföffnungen
Im Inneren jeder Papierkorbgarage befindet sich ein Standard-Abfallbehälter mit einem Fassungsvermögen von 240 Litern. Solche Behälter werden auch bei Veranstaltungen eingesetzt. Untergebracht sind sie in einem robusten Gehäuse mit einer Kantenlänge von knapp 80 Zentimetern. Die Papierkorbgarage ist mehr als 1,5 Meter hoch und wiegt 155 Kilogramm.
Vier große Öffnungen ermöglichen den Einwurf von unterschiedlich großen Gegenständen. Zur Leerung wird der Behälter aus dem Gehäuse gezogen und anschließend in ein Abfallsammelfahrzeug entleert. Nach Angaben der AWB soll dieses Verfahren den Bedienkomfort erhöhen und die Mitarbeitenden im Arbeitsalltag körperlich entlasten.
94 Modelle in der Innenstadt, sechs rund um den Dom
Die neuen Papierkorbgaragen werden dort aufgestellt, wo sich besonders viele Kölnerinnen und Kölner, Pendlerinnen und Pendler sowie Touristinnen und Touristen aufhalten. Vorgesehen sind unter anderem der Brüsseler Platz, der Rudolfplatz, der Neumarkt, der Alter Markt, der Heumarkt und der Rheingarten in der Altstadt.
Insgesamt werden 94 Modelle im Innenstadtbereich aufgestellt. Sechs weitere Papierkorbgaragen kommen im Umfeld des Kölner Doms hinzu. Sie stehen jedoch nicht in der Mitte der Domplatte, sondern in den angrenzenden Bereichen.
Pilotprojekt mit grauen und orangefarbenen Modellen
Während der einjährigen Testphase wollen Stadt und AWB genau beobachten, wie die neuen Papierkorbgaragen angenommen werden. Untersucht wird unter anderem, welchen Einfluss die Sichtbarkeit der Behälter auf die Einwurfmenge und die Sauberkeit im Umfeld hat.
Dafür wird die Hälfte der Papierkorbgaragen grau gestaltet, während die andere Hälfte eine auffällige orangefarbene Beklebung erhält. Nach Abschluss des Pilotprojekts soll ausgewertet werden, welche Gestaltung sich besser bewährt. Auch die passenden Leerungsintervalle und das Handling der neuen Behälter werden getestet.
Der Rat der Stadt Köln hatte der Verwaltung Ende 2024 den Auftrag erteilt, das bestehende Papierkorbkonzept zu überarbeiten und innovativere sowie stärker am tatsächlichen Bedarf orientierte Modelle zu beschaffen. In die Entwicklung des Masterplans Sauberkeit waren neben der Stadt Köln und der AWB auch Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und Institutionen eingebunden. Zu den häufigsten Wünschen zählten größere Papierkörbe, bedarfsgerechte Reinigungskonzepte und mehr Sauberkeit an stark besuchten Orten. Die neuen Papierkorbgaragen sollen nun zeigen, ob sie diese Erwartungen erfüllen können.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |