Kölner Team unterstützt große Impfaktion in Indien
Mit Pappnas zur Impfung
- Die Pappnase nahm den indischen Schülerinnen etwas die Angst vor dem kleinen Piks.
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Ein Kölner Hilfsteam hat in Bangalore ein bewegendes Gesundheitsprojekt (EXPRESS – Die Woche berichtete) umgesetzt: Unter der Leitung von Stephanie Herlach wurden mehr als 600 Mädchen gegen HPV geimpft. Der Einsatz zeigte eindrucksvoll, wie stark Vertrauen, Zusammenarbeit und Menschlichkeit wirken können – und hinterließ bei allen Beteiligten bleibende Eindrücke.
von Serkan Gürlek
Köln. Die ehrenamtlichen Helfer stiegen mit tiefen Eindrücken vom Einsatz in Bangalore aus dem Flugzeug – und mit großer Dankbarkeit. Für Stephanie Herlach war es das erste vollständig eigenständig organisierte Projekt, umgesetzt in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium des indischen Bundesstaates Karnataka. Vor Ort spielten besonders Dr. Rajani und Dr. Kalavathi wichtige Rollen. Letztere meisterte die organisatorischen Herausforderungen mit außergewöhnlichem Engagement. Gemeinsam gelang es, mehr als 600 Mädchen gegen HPV zu impfen.
- Das deutsche Team, bestehend aus medizinischen Kräften und der Kabinen-Crew, vor Abfahrt zur ersten Schule.
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Das medizinische Team, bestehend aus vier Notärzten und einem Notfallsanitäter der Feuerwehr Köln und einem Notfallsanitäter vom Deutschen Roten Kreuz, hatte sich im Vorfeld mit der beteiligten Lufthansa-Crew einer Boeing 747 in Köln bekannt gemacht. Nach der Ankunft in Bangalore blieb kaum Zeit zur Erholung: Schon am Morgen ging es weiter – begleitet von einer liebevoll organisierten Tuk-Tuk-Kolonne, arrangiert von Herlachs langjährigem Freund Babu, der sie seit Jahren in der Stadt begleitet. Mit zwölf Tuk-Tuks fuhr das Team zur ersten staatlichen Schule und startete in einen intensiven Einsatztag.
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Ein besonders bewegender Moment ereignete sich in der letzten Schule: Einige Mädchen sprachen Stephanie Herlach direkt an und sagten: „Wir vertrauen dir, Steffi.“ Für sie war dies eines der wertvollsten Erlebnisse des gesamten Projekts – ein Zeichen dafür, wie viel Vertrauen und Nähe in kurzer Zeit entstehen können.
Der Erfolg der Aktion beruhte auf einem starken Netzwerk. Benedikt Schneider, Kabinenchef der Lufthansa, stellte eine komplette 747-Crew zusammen, und Anita Honecker, Kabinenchefin auf der Langstrecke, leistete im Vorfeld umfangreiche organisatorische Arbeit. Somedi e.V., unter Vorsitz von Felix Honecker, sorgte für sichere Spendentransparenz, reibungslose Kommunikation und die Organisation der Impfstoffe.
Zudem reiste Dr. Gilada aus Mumbai an – ein landesweit anerkannter Pionier der Aids-Versorgung –, begleitet von seiner Frau, um die Aktion zu unterstützen.
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Der „Immunity Drive for Bangalore“ zeigt eindrucksvoll, wie sehr Empathie, Menschlichkeit und gemeinsamer Einsatz bewegen können. Das Projekt stärkte nicht nur die präventive medizinische Versorgung, sondern auch die Verbindung zwischen Menschen über Kontinente hinweg – ein Einsatz, der bleibt.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |