100 Jahre Freie Volksbühne Köln
Eigenes Theaterstück und ein Straßenfest
- Schauspielerin Nicole Kersten, Schauspieler Janathan Schimmer und Kollegin Susanne Pätzold freuen sich auf die Pemiere der Neuinszenierung des Stückes „Automatenbüfett“.
- Foto: Stahl
- hochgeladen von RAG - Redaktion
Köln - (as). Vorgestellt wurde das Programm der Freien Volksbühne Köln
e.V. in 2022. Dann feiert der Verein sein 100-jähriges Jubiläum. Mit
einem eigenen Theaterstück und einem großen Volksfest auf der
Aachener Straße soll dem Rechnung getragen werden.
„Wir freuen uns sehr, mit der Freien Volksbühne Köln und der
Volksbühne am Rudolfplatz das Volkstheater neu zu verbinden und Teil
dieses Kraftwerkes zu sein. So könnte eine Vision Volkstheater der
Zukunft aussehen, mit modernem Diskurs und unterhaltsam“,
formulierten Laurenz Leky und Kollege René Michaelsen ihre
Begeisterung.
Das Stück „Automatenbüfett“ ist eine Neuinszenierung des
Stückes der österreichisch-jüdischen Autorin Anna Gmeyner. Das
Stück spielt in einer futuristischen Dorfwirtschaft mit ihren
skurrilen Dauergästen, die sich als Visionäre bis hin zum
Spießbürger darstellen. In den Augen von Regisseurin Susanne
Schmelcher ist die Inszenierung ein Stück „mit einer starken
Frauenstimme, bei dem auch schon mal Bierkrüge fliegen können“.
Prominente Besetzung neben Gerd Köster sind Susanne Pätzold, Nicole
Kersten, Nele Sommer und Mark Fischer. Die Premiere feiert das Stück
am 5. März 2022. Ein großer Jubiläumsfestakt ist für den 23. März
2022 geplant. Am 26. Juni 2022 ist unter Beteiligung der
ortsansässigen Theater sowie Gastronomen ein Straßenfest geplant.
Gegründet wurde der Verein Freie Volksbühne Köln e.V. 1922.
Ausgangspunkt für die Gründung war, so Prof. Hans Georg Bögner,
Vorsitzender des Vereins, eine Bewegung, die im Jahre 1890 in Berlin
ihre Anfänge nahm. Diese rief unter dem Motto „Die Kunst dem
Volk“ freie Volksbühnen in ganz Deutschland ins Leben. Ziel war es,
Kultur und Kunst ohne Zensur, frei von politischer und konfessioneller
Bindung für alle Gesellschaftsschichten frei zugänglich zu machen.
Unter den Nazis wurde der Verein im Jahre 1933 verboten. Am 26.
November 1946 erfolgte die Neugründung des Kölner Vereins. Mit der
Volksbühne am Rudolfplatz hat der Verein als einziges Theater in
Deutschland eine eigene Spielstätte hat.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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