Zoll stoppt mutmaßlichen Körperschmuggler
Röntgenbild zeigt Kokainpäckchen im Magen
- Auf dem Röntgenbild lassen sich die Drogen im Körper gut erkennen.
- Foto: Zoll Köln
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Der Kölner Zoll hat am 4. November am Fernbusbahnhof des Flughafens Köln/Bonn einen Reisebus auf dem Weg von Den Haag nach Frankfurt am Main kontrolliert – und dabei einen mutmaßlichen Körperschmuggler aus dem Verkehr gezogen. Bei der Überprüfung aller Fahrgäste fiel ein 38-jähriger Niederländer durch widersprüchliche Angaben, Nervosität und ungewöhnlich wenig Gepäck auf. Ein Drogenwischtest an den Handinnenflächen reagierte positiv auf Kokain.
Eine Röntgenaufnahme in einem nahegelegenen Krankenhaus bestätigte den Verdacht: Im Magen des Mannes waren mehrere Drogenpäckchen klar zu erkennen. Unter medizinischer Überwachung schied der Verdächtige schließlich sieben sogenannte Bodypacks mit insgesamt mehr als 100 Gramm Kokain aus. „Die Aufnahme bestätigte den Verdacht meiner Kolleginnen und Kollegen eindeutig“, erklärte Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.
Der Fall reiht sich in mehrere Aufgriffe von Körperschmugglern ein, die dem Kölner Zoll in diesem Jahr ins Netz gegangen sind. Zu Jahresbeginn transportierte ein 50-jähriger italienischer Busreisender rund 1,3 Kilogramm Kokain im Körper – ein trauriger Rekord. Vor wenigen Monaten wiederum schmuggelten eine Mutter und ihre Tochter fast 140 Gramm Heroin, verpackt in Kondomen und vaginal eingeführt, auf einer Zugreise.
„Es spielt keine Rolle, ob mehr als ein Kilo oder wenige Gramm – Körperschmuggel ist lebensgefährlich. Wenn nur ein einziges Päckchen im Körper aufreißt, ist das Leben des Schmugglers nicht mehr zu retten“, warnte Ahland weiter.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |