Zollkontrolle am Flughafen Köln/Bonn
„Nur ein paar Geschenke“ – doch im Koffer steckten 140 Luxus-Fälschungen
- Der "grüne" Ausgang am Flughafen, ist für all diejenigen bestimmt, die nichts zu verzollen haben.
- Foto: Zoll Köln
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„Ich habe ein paar Geschenke mitgebracht“ – mit diesen Worten reagierte eine Reiserückkehrerin aus Istanbul vergangene Woche am Flughafen Köln/Bonn, als sie vom Zoll im grünen Ausgang für anmeldefreie Waren zur Kontrolle gebeten wurde.
Ganz stimmte das offenbar nicht: Beide Gepäckstücke der 33-jährigen Kosovarin aus dem Kreis Düren waren nach Angaben des Hauptzollamts Köln komplett mit Fälschungen bekannter Luxusmarken gefüllt. Am Ende lagen rund 140 Handtaschen, Geldbörsen, Gürtel und Schmuckstücke auf dem Kontrolltisch. „Der ermittelte Wert für Originalwaren hätte bei rund 250.000 Euro gelegen“, sagte Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.
Die Reisende, die als Beruf „arbeitsunfähig“ angab, konnte keine Rechnungen für die Plagiate vorlegen und erklärte, nur vier Tage in der Türkei gewesen zu sein.
„Dass die Sachen nur Geschenke für Freunde und Bekannten sind, ist der Klassiker der Ausreden“, so Ahland. Noch vor Ort sei gegen die Frau ein Steuerstrafverfahren eingeleitet und die Plagiate als Beweismittel sichergestellt worden. Außerdem drohen ihr kostspielige zivilrechtliche Verfahren der Markeninhaber.
Die sichergestellten Fälschungen werden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |