Fälschungen, Drogen, Millionen
Kölner Zoll zieht Bilanz – Zoll knackt 5-Milliarden-Marke
- Zu den Aufgaben des Zolls gehört es auch Reisende zu kontrollieren. Symbolbild KI-generiert, kein echtes Foto.
- Foto: KI-generiert mit ChatGPT/OpenAI
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Was für eine Bilanz! Der Kölner Zoll hat im Jahr 2024 nicht nur Rekordeinnahmen von fast fünf Milliarden Euro verbucht – er hat auch tonnenweise Drogen, Millionen gefälschter Produkte und zigtausende Schmuggelzigaretten aus dem Verkehr gezogen. „Wir leisten einen wichtigen Beitrag für den Staat“, betont Frank Denner, Chef des Hauptzollamts Köln.
Allein an Einfuhrumsatzsteuer flossen satte vier Milliarden Euro in die Staatskasse. Und auch beim Aufspüren illegaler Ware sind die Kölner Zöllner echte Profis: Über 1.100 Aufgriffe, darunter ein Mega-Fund von 23.000 Kilo gefälschtem Waschmittel – und ein Lkw voller Fakes mit Trainingsanzügen, Schuhen und Handtaschen im Wert von über vier Millionen Euro, gestoppt auf dem Weg von der Türkei nach NRW.
Zollhunde wie Abby, Finch & Co. zeigten Anfang des Jahres, was sie draufhaben: In nur zwei Nächten erschnüffelten sie am Flughafen Köln/Bonn 218 Kilogramm Marihuana, versteckt in Paketen aus den USA – Straßenwert: 5,5 Millionen Euro! Insgesamt zog der Zoll in 2024 über 4,1 Tonnen Marihuana, 287 Kilo Haschisch und 115 Kilo Crystal aus dem Verkehr.
Auch beim Kampf gegen Zigaretten- und Tabakschmuggel wurde aufgestockt: Mehr als 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten wurden konfisziert – darunter ein kurioser Fall eines Urlaubers mit 45.000 Glimmstängeln im Koffer.
Im Bereich Schwarzarbeit nahm der Zoll über 800 Betriebe unter die Lupe, es folgten 5.000 Ermittlungsverfahren und 34 Jahre Freiheitsstrafen. Der Schaden für die Sozialkassen: über 40 Millionen Euro.
Und weil all das nicht von allein läuft, kümmert sich Köln auch um den Nachwuchs: 385 Auszubildende zählt das Hauptzollamt aktuell – am 1. September kommen 109 neue Kräfte dazu.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |