Zollfund am Flughafen Köln/Bonn
Fast acht Kilo Potenzhonig im Koffer
- Egal ob als Mitbringesel oder für den Eigenkonsum, der Honig mit potenzsteigerndem Zusatz darf nicht eingeführt werden.
- Foto: Zoll Köln
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Der Kölner Zoll hat am Flughafen Köln/Bonn fast acht Kilogramm sogenannten Potenzhonig im Gepäck eines Reiserückkehrers aus der Türkei entdeckt. Der 66-jährige Mann hatte die Ware in seinem Koffer zwischen Kleidungsstücken versteckt.
Bei der Kontrolle fanden die Beamten 22 Gläser sowie mehr als 180 Sachets des Honigs. Insgesamt wurden knapp acht Kilogramm sichergestellt.
„Rund 60 Kilogramm Potenzhonig fanden wir bereits in diesem Jahr am Flughafen in Koffern von Reiserückkehrern aus der Türkei“, erklärt Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.
Nach Angaben des Zolls enthält der Honig den in Deutschland verschreibungspflichtigen Wirkstoff Sildenafil. Dieser hätte als Arzneiwirkstoff deutlich gekennzeichnet werden müssen. Auf keiner der sichergestellten Verpackungen sei dies jedoch der Fall gewesen.
Mediziner und Verbraucherschutzorganisationen warnen regelmäßig vor der Einnahme solcher Produkte ohne ärztliche Beratung. Insbesondere in Kombination mit bestimmten Herzmedikamenten können gefährliche bis lebensbedrohliche Wechselwirkungen auftreten.
Der 66-Jährige gab an, den Potenzhonig für den Eigenbedarf mitgeführt zu haben. Für die rechtliche Bewertung spiele dies jedoch keine Rolle. „Ob für den Eigenbedarf oder als Mitbringsel für Freunde und Familie gedacht – es handelt sich um einen Verstoß gegen das deutsche Arzneimittelgesetz“, so Ahland. Die Beamten stellten die Ware sicher und leiteten noch vor Ort ein Strafverfahren ein.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |