Drei Fahndungstreffer in zwei Stunden
Bundespolizei bringt Gesuchte von Bahnhöfen in Haft
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Innerhalb von nur zwei Stunden hat die Bundespolizei drei Personen kontrolliert, gegen die offene Haftbefehle vorlagen. Für alle drei endete der Tag in einer Justizvollzugsanstalt.
Gegen 14.45 Uhr überprüften Einsatzkräfte am Kölner Hauptbahnhof eine 25-jährige Rumänin. Ein Datenabgleich ergab, dass die Staatsanwaltschaft Hannover die wohnungslose Frau wegen Subventionsbetrugs in zwei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt 130 Tagen verurteilt hatte. Die Strafe hätte sie durch die Zahlung von knapp 2.055 Euro abwenden können. Weil sie den Betrag nicht zahlen konnte, wurde sie in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Nur wenig später, gegen 16 Uhr, trafen die Beamten im Kölner Hauptbahnhof auf einen 27-jährigen Algerier. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen den Wohnungslosen ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Köln wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls vorlag. Die Bundespolizisten eröffneten dem Mann den Haftbefehl und lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt ein.
Fast zeitgleich, gegen 16.10 Uhr, kontrollierten die Einsatzkräfte am Bahnhof Siegburg/Bonn einen 46-jährigen Deutschen. Auch in diesem Fall schlug der Datenabgleich an: Gegen den gebürtigen Kölner lag ein Haftbefehl wegen Trunkenheit im Verkehr in Tateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort vor. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte ihn zu einer Geldstrafe von 2.100 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 70 Tagen verurteilt. Da auch er nicht zahlen konnte, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |