Update: Bürgermeister bittet um Mithilfe
Spendensammlung für Ukraine kann beginnen

Die Stadt Kerpen bereitet sich auf die Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge vor und steht in Kontakt mit dem Hürther Bürgermeister, um einem von der Stadt organisierten Hilfstransport zu unterstützen.
  • Die Stadt Kerpen bereitet sich auf die Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge vor und steht in Kontakt mit dem Hürther Bürgermeister, um einem von der Stadt organisierten Hilfstransport zu unterstützen.
  • Foto: Pixabay

Kerpen bereitet sich auf die mögliche Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine vor.

Kerpen (me). Dazu wurde bereits ein Stab für außerordentliche Ereignisse (SAE) eingerichtet, der die Entwicklung in der Ukraine beobachtet und Planungen aufgenommen hat, um auf eventuelle Ströme von Geflüchteten reagieren zu können.
In diesem Zusammenhang ruft Bürgermeister Dieter Spürck die Bürger dazu auf, sich mit Angeboten zur Unterbringung der Geflüchteten an die Verwaltung zu wenden: „Die Ereignisse in der Ukraine sind für uns alle schockierend – wir können uns nicht ausmalen, wie es für die Betroffenen sein muss. Derzeit prüfen wir bereits verwaltungsintern alle Möglichkeiten zur Unterbringung von ukrainischen Geflüchteten. Sofern Sie in Ihrem Umfeld Möglichkeiten zur Unterbringung haben, bitte ich Sie, Kontakt mit uns aufzunehmen.“
Hierzu wurde bereits die E-Mail-Adresse ukraine@stadt-kerpen.de eingerichtet.
Bürgermeister Dieter Spürck steht zudem in engem Kontakt zu Hürths Bürgermeister Dirk Breuer, um sich mit Unterstützung des Vereins Existenzhilfe Kerpen an einem von der Stadt Hürth bereits organisierten Transport dringend benötigter Sachspenden zu beteiligen.
Mit Unterstützung der Existenzhilfe Kerpen und der St. Quirinus Schützenbruderschaft Mödrath kann ab sofort mit der Sammlung von Sachspenden für die Betroffenen in der Ukraine begonnen werden.
Aufgrund der vorliegenden Rückmeldungen aus der Krisenregion wird darum gebeten, Sachspenden zur Verfügung zu stellen, die vor Ort sofort weiterhelfen können.
Das sind:
Lebensmittel: Nudeln, Reis, Zucker, Mehl, Lebensmittelkonserven (keine Fleischkonserven) Babynahrung, Volleipulver, Milchpulver, Instant Gemüsebrühe, Kartoffeltrockenprodukte, stilles Wasser
Arzneimittel: (insbesondere „Hausapotheke“), Verbandmaterial (zum Beispiel Erste-Hilfe-Sets)
Medizinisches Gerät oder Material für Operationen und zur Erstversorgung, Celox (zur Blutstillung), „Tourniquets“ Erste Hilfe Schlauch, Transportbehälter und Kühlgeräte für Blutkonserven, Material für Blutspenden
Hygieneprodukte: Seife, Zahnbürsten, Zahnpasta, Damenhygieneartikel, Feuchttücher, Müllbeutel, Desinfektionsmittel
Energiequellen: Kerzen, Teelichte, Feuerzeuge, Campingkocher mit Brennmaterial, Batterien, aufgeladene Powerbanks mit Kabel
sonstiger Bedarf: Matratzen, Decken, Schlafsäcke, Bettwäsche Stromgeneratoren, Isomatten, Wasserkanister, Wasseraufbereitungstabletten, große Zelte, Funkgeräte, Treibstoffe, Taschenlampen, Onboard-Maschinen, Druckschläuche/ Hochdruckschläuche, Geräte zur autonomen Heizung.
Die Sachspenden können an den Räumlichkeiten der St. Quirinus Schützenbruderschaft in Mödrath, Albertus-Magnus-Straße 5, Kerpen, montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18.30 Uhr abgegeben werden.
„Den St. Quirinus Schützen danke ich ausdrücklich für die Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten für die Lagerung der Sachspenden“, so der Bürgermeister. „Ich bin zuversichtlich, dass wir durch die tatkräftige Unterstützung der engagierten Helferinnen und Helfer des Vereins Existenzhilfe Kerpen e.V. und der motivierten städtischen Bediensteten eine erfolgreiche Spendensammlung auf die Beine stellen werden, die den Betroffenen des Ukraine-Konflikts zu Gute kommt.“
Sofern die Kerpenerinnen und Kerpener mit Geldspenden helfen wollen, bittet der Bürgermeister darum, das Spendenkonto der Kolpingstadt Kerpen, IBAN DE52 3705 0299 0149 0000 13, Verwendungszweck: 100113 Spende Ukraine, zu nutzen oder Geldspenden an eines der bereits zahlreich eingerichteten Spendenkonten der bekannten Leitmedien oder der großen Hilfsorganisationen zu richten.
Zwischenzeitlich wurde neben der E-Mail-Adresse ukraine@stadt-kerpen.de auch eine Hotline eingerichtet, die für Rückfragen im Zusammenhang der Spendensammelaktion und für Angebote über die Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten für die eventuelle Unterbringung von Geflüchteten genutzt werden kann. Infos unter (02237) 58 – 790 Montag bis Freitag: 10 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr)
Kerpenerinnen und Kerpener, die darüber hinaus ihre Hilfe anbieten wollen, werden gebeten, ebenfalls über diese Kanäle Kontakt aufzunehmen.
Auf diese Hilfsangebote kann im Bedarfsfalle zurückgegriffen werden. Wo Unterstützungsbedarf besteht, wird sich im Laufe der nächsten Tage und Wochen zeigen.
Auf der städtischen Homepage gibt es ab sofort unter www.stadt-kerpen.de/ukraine eine Rubrik, in der alle wesentlichen Informationen rund um die Spendensammlung hinterlegt sind.

Redakteur:

Martina Thiele-Effertz aus Elsdorf

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