Martinsempfang
„Sie alle hier machen
den Unterschied“
- Landrat Frank Rock und St. Martin (Willy Winkelhag) vor dem Martinsfeuer an der Kommandeursburg: ein Zeichen gelebter Tradition.
- Foto: Rhein-Erft-Kreis/Giuseppe Piliero
Landrat Frank Rock und die Kreisverwaltung hatten zum Martinsempfang in die Kommandeursburg in Kerpen-Blatzheim geladen und rund 200 Gäste aus Politik, Ehrenamt, Verwaltung, Kultur und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt. Höhepunkt des Abends war die feierliche Verleihung des Heimatpreises NRW 2025 an die Freibadinitiative Kierdorf.
Rhein-Erft-Kreis (lk). In seiner Rede würdigte der Landrat das vielfältige ehrenamtliche Engagement im Rhein-Erft-Kreis, das insbesondere in sozialen, kulturellen und ökologischen Bereichen unverzichtbare Beiträge zum Gemeinwohl leistet. „Sie alle hier machen den Unterschied – Tag für Tag, oft im Stillen. Dafür danke ich Ihnen von Herzen“, so Rock.
Besonders hob er die Rolle junger Menschen hervor, die sich etwa über den Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr für die Gesellschaft einsetzen. Auch die Bundeswehr und deren Unterstützungsleistungen, etwa während der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe, fanden Erwähnung: „Unsere Demokratie braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – auf ganz unterschiedlichen Wegen.“
Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ging in diesem Jahr an die Freibadinitiative Kierdorf, die seit 15 Jahren das gleichnamige Freibad in Erftstadt in Eigenregie betreibt. Der Verein rettete die Einrichtung 2010 vor der Schließung und sorgt seither mit großem Einsatz für deren Erhalt.
„Dieses Freibad ist weit mehr als ein Ort zum Schwimmen – es ist ein sozialer Treffpunkt, ein Stück Heimat, getragen von unglaublichem persönlichem Einsatz“, so Rock bei der Preisverleihung. Willi Keil und Willi Busch, Vorsitzende des Vereins, nahmen den Preis entgegen. In kurzen Interviews berichteten sie von Höhen und Tiefen ihres Engagements, von Rückschlägen – aber auch von dem Gefühl, „für den Ort etwas Bleibendes zu schaffen“.
Ein Kurzfilm und ein eigens komponierter Song begleiteten die Preisverleihung. Zuvor hatten bereits alle 23 Bewerberprojekte symbolische Anerkennung und öffentliche Würdigung erhalten – darunter die „Kitzretter“, das „Mines Spatzentreff“ und die „Szene 93“.
Neben dem Preis wurde auch auf das 50-jährige Bestehen des Rhein-Erft-Kreises zurückgeblickt. „1975 gegründet – und heute ein starker Standort im Wandel: von der Kohle zur KI“, so Rock. Mit dem Zuzug großer Unternehmen wie Microsoft entwickle sich der Kreis weiter zu einer Digitalregion mit Perspektive.
Zudem verabschiedete der Landrat an diesem Abend offiziell drei langjährige Bürgermeisterpersönlichkeiten – Dieter Freytag (Brühl), Dieter Spürck (Kerpen) und Susanne Stupp (Frechen) – und dankte ihnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Musikalisch wurde der Abend durch die Jazz-Combo „Topos“ bereichert. Bei Getränken und kulinarischen Kleinigkeiten fand der Abend in lockerer Atmosphäre seinen Ausklang. Eine DIA-Show mit Bildern aus 50 Jahren Kreisgeschichte erinnerte an besondere Momente des Rhein-Erft-Kreises.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |