Nach Großbrand auf der Erftstraße
Politiker fordern sicheren Schulweg in Sindorf
- Den nach einem Brand gesperrten Gehweg nutzen üblicherweise auch viele Schulkinder. Zwei Lokalpolitiker fodern von der Stadt bis zum Ende der Sommerferien schnelles Handeln.
- Foto: Appelmann
Kerpen-Sindorf (red). Nach dem Brand eines Wohnhauses an der Erftstraße 65 am 23. Juli fordern Sindorfs Ortsvorsteher Werner Nolden und der SPD-Stadtverordnete Branko Appelmann in gesonderten Anträgen eine schnelle Sicherung des Verbindungswegs zwischen Erftstraße und Am Entenpfuhl. Der an das Gebäude angrenzende Gehweg in Verlängerung der Paul-Klee-Straße ist derzeit gesperrt. Der Eigentümer muss die Standsicherheit des Hauses nachweisen.Nach Angaben der beiden Politiker wird der Weg von vielen Schulkindern auf dem Weg zur Mühlenfeldschule sowie von weiteren Fußgängern genutzt. Durch die Sperrung seien große Umwege nötig. Zudem wichen Passanten auf nicht ausgewiesene Alternativrouten aus, wodurch im Berufs- und Schulverkehr gefährliche Situationen entstehen könnten.Nolden hat Bürgermeister Thomas Jurczyk deshalb gebeten, rechtliche und technische Maßnahmen für eine schnelle Wiederöffnung des Wegs zu prüfen. Sollte der Eigentümer den Nachweis der Standsicherheit nicht zeitnah vorlegen, schlägt der Ortsvorsteher eine vorübergehend geschützte Fußgängerführung vor, etwa durch einen Schutz- oder Gerüsttunnel. Zudem solle die Stadt eine verbindliche Frist setzen und bei Verzug weitere Schritte einleiten.
Appelmann verweist darauf, dass die bestehende Absperrung nach seiner Beobachtung regelmäßig umgangen werde. Er fordert, den gesamten Bereich professionell zu sichern. Dazu zählt er das frühere Restaurant „Zum Kneppchen“, das Brandhaus, die Paul-Klee-Straße, ein verwildertes Grundstück, den Bereich am Mehrfamilienhaus mit den Hausnummern 71 bis 77 sowie den Weg in Richtung Friedhof.
Spätestens zum Ende der Sommerferien müsse der Schulweg verlässlich geschützt sein, fordert Appelmann. Als mögliche Lösungen nennt er eine fachgerechte Abstützung und Sicherung des Gebäudes oder, falls dies nicht möglich sei, einen kurzfristigen Abriss.
Redakteur/in:Georg Zingsheim aus Kerpen |