Erntedankempfang
Hürth ehrt Heimathelden
- Bürgermeister Dirk Breuer gratulierte herzlich den Preisträgerinnen und Preisträgern des Heimatpreises 2025: Von links: Svenja Disselbeck, Karl Zisterer, Bürgermeister Dirk Breuer, für das Kinder- und Jugendtanzcorps Birgit Claus, Frank Tesch und Melanie Dorr, sowie Moderatorin Fabricia Karutz.
- Foto: Stadt Hürth / Giuseppe Piliero
Beim Erntedankempfang im Bürgerhaus wurden wieder ehrenamtlich engagierte Hürther mit dem Heimatpreis ihrer Stadt geehrt.
Hürth (lk). Beim Empfang der Stadt Hürth blickte Bürgermeister Dirk Breuer auf das vergangene Jahr zurück. Ein Filmbeitrag rückte die zentralen Ereignisse und Themen in den Fokus. In seiner Rede ging der Verwaltungschef aber auch auf die städtischen Entwicklungsvorhaben ein: „Sie brauchen Geduld, Kraft und einen langen Atem. Und wir haben diesen langen Atem – das zeigen unsere Projekte Lebensader Lux, Agora Hürth, die Linie 19 und die Klimaresilienz-Förderung. (…) Hürth ist ein fruchtbarer Boden, auf dem wir gemeinsam ackern, säen und ernten.“
Die Joe M. BigBand der Josef-Metternich-Musikschule, unter der Leitung von Axel Dorner, und rund 60 Schülerinnen und Schüler der Musical AG der Deutschherrenschule Hermülheim, geleitet von Schulleiterin Kerstin Schiel, sorgten für den passenden „Ton“. Gute Laune versprühte der Hürther Comedian Hagen Range.
Beim Erntedankempfang werden jedes Jahr Menschen oder Gruppen, die sich mit ihrem lokalen Engagement verdient gemacht haben, mit dem Heimatpreis geehrt.
Der 1. Preis, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro, ging an das Kinder- und Jugendtanzcorps der Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel.
Mit dem 2. Preis, dotiert mit 1.500 Euro, ehrte die Stadt Svenja Disselbeck für ihr Wirken für ihre Heimat. Kinder, Kirche und Katzen sind ihre Herzensthemen, bei denen sie zuverlässig hilft, zuhört und anpackt: In der evangelischen Kirche, als Presbyterin, ehrenamtliche Predigerin und Mitglied im Team Kulturkirche Hürth. Ihr Einsatz für die Heimat sei ihr von Großvater Hanns Conzen in die Wiege gelegt worden, betonte die Preisträgerin. Conzen war von 1965 bis 1979 ehrenamtlicher Bürgermeister in Hürth.
Über den mit 1.000 Euro honorierten 3. Preis freute sich Karl Zisterer. Der Anstoß für sein ehrenamtliches Engagement war 1991 eine Reise mit dem Partnerschaftsverein nach Kabarnet, wo er auf der Erste-Hilfe-Station des Krankenhauses half. Während der Hochwasserkatastrophe 2021 tischte er in Alt-Hürth kostenlos Suppe und Hot Dogs auf, um die Betroffenen zu entlasten.
Zusätzlich sammelte er Geld, für Gastronomie-Gutscheine, die er an Löschzüge überreichte. Weitere Gutscheine kamen Mitarbeitenden der Hürther Stadtwerke zugute. Für die Ukraine hat Zisterer bereits 80 Hilfstransporte organisiert und in Alt-Hürth hat er eine Sammelstelle für Kronkorken. Der Erlös aus dem Verkauf des Aluminiums kommt krebskranken Kindern zugute.
Die Vorschläge für den Heimatpreis kamen von Hürther Bürgern.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |