Birgit Meurer
Von Realität und Mythos
- Daphne (Ausschnitt)
- Foto: Repro: we
Hardtberg (we). „Die Wirklichkeit birgt mehrere Wahrheiten“, sagt die Künstlerin Birgit Meurer. Genau das macht sie in ihrer aktuellen Ausstellung im Kulturzentrum Hardtberg erlebbar. Unter dem Titel „Fixierspiele zwischen Figur und Raum“ zeigt sie Gemälde, Aquarelle, Ölbilder, Skulpturen und Metallarbeiten.
Meurer versteht ihre Kunst als ein Spiel mit der Wahrnehmung. „Jeder sieht in einem Bild etwas anderes – und das ist auch gut so“, sagt sie. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen realistischen Motiven und deren Auflösung in Fantasie und Mythologie.
Ein Beispiel ist ihr Bild „Daphne“. Die Idee dazu entstand, als sie einen Baum von unten betrachtete. Das reale Motiv inspirierte sie zur Darstellung der mythologischen Figur Daphne, die sich vor Apoll in einen Lorbeerbaum verwandelt. „So wird aus einer alltäglichen Beobachtung ein Bild, das den Betrachter in eine andere Wirklichkeit führt“, erklärt Meurer.
In ihrer Kunst lotet sie die Grenzen von Linie, Farbe, Konstruktion und Dekonstruktion aus. Es geht ihr nicht darum, Kunsttheorien zu illustrieren, sondern um das sinnliche Erleben: „Die Kunst gibt der Wirklichkeit ihren Sinn.“
Die Ausstellung ist noch bis zum 3. August im Kulturzentrum Hardtberg zu sehen. Alle Werke sind käuflich zu erwerben.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |