Kirmes in Lengsdorf
Stimmung bis zum Schluss
- Er ist wieder da: Susanne Kirwald (links) löste den „Zacheies“, den das Damenkomitee „Goldige Herzen“ geklaut hatte, gegen einen Kölschkranz wieder aus.
- Foto: fes
Lengsdorf (fes). Drei Tage Partystimmung pur: Die Lengsdorfer feierten mit dem Ortsfestausschuss (OFA) ihre traditionelle Kirmes auf dem Dorfplatz mit allem, was dazugehört.
Los ging es am Freitagabend mit dem traditionellen Fassanstich, den Christoph Schada von Borzyskowski übernahm. Er war jahrzehntelang Vorsitzender des OFA und ist seit der Kommunalwahl 2025 Bezirksbürgermeister von Hardtberg. Ihm assistierten unter anderem sein Nachfolger Werner Dorn sowie die Duisdorfer Weinkönigin Kati I. (Schubert) mit ihrem Schirmherrn Manfred Fietz. Für Werner Dorn war es die erste Kirmes, die er als OFA-Vorsitzender organisierte.
Vor einigen Jahren stand die Zukunft der Dorfkirmes, die damals noch am Mühlenbach stattfand, in den Sternen. Die Resonanz ebbte ab, immer weniger ehrenamtliche Helfer fanden sich. Deshalb entschied sich der OFA, den Bonner Event-Veranstalter Lutz Persch mit seinem Team von „LuPe Events“ ins Boot zu holen. Mit einem frischen Konzept auf dem Dorfplatz, Live-Acts und zahlreichen Buden brummt der Rummel in Lengsdorf wieder, so auch am vergangenen Wochenende. Der Spagat zwischen Tradition und Moderne gelang erneut.
Am Samstag zog der Köttzug durch die Straßen, um Geld für die Seniorenfeier in Lengsdorf zu sammeln. Mit dabei war auch der Heimat- und Verschönerungsverein mit dem „Zacheies“, andernorts eher als „Paias“ bekannt. Einen unaufmerksamen Moment nutzte das Damenkomitee „Goldige Herzen“, um den Burschen zu stibitzen. Ausgelöst wurde er am Sonntagnachmittag durch die Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins, Susanne Kirwald, gegen „flüssig Brot“, sprich einen Kölschkranz für das jecke Damenkomitee.
Zum Kirmesabschluss wurde der „Zacheies“ dann durch Richter Frank Hofmann von den „Bonner Funkentötern“ für seine Taten und die Verfehlungen der Kirmesbesucher standesgemäß verurteilt. Hofmann hatte diese Rolle erstmals übernommen.
Gut besucht war am Sonntag auch die Heilige Messe mit anschließendem Frühschoppen. Für Spaß und Spannung sorgte anschließend das beliebte Schürreskarren-Rennen, locker moderiert von Frank Hofmann. Den Gewinnern winkte jeweils eine Flasche Lengsdorfer Wein.
Eine positive Bilanz zog auch Heike Stockhausen von „LuPe Events“. Sie lobte den OFA und die Besucher: „Ihr seid zufrieden, wir sind zufrieden, es war ein rundum gelungenes Fest.“Neben einem DJ, der für flotte Musik sorgte, heizten die Bands „Kaschämm“, „Queen May Rock“ und die Formation „Stranger Songs“ ein, die mit einem bunten Mix aus Klassikern der 1980er Jahre für ein gelungenes Kirmesfinale sorgten. Entlang der Uhlgasse waren zahlreiche Buden mit verschiedenen Leckereien aufgebaut. Auf dem Kirmesplatz drehte sich für die Kleinen ein Kinderkarussell, zudem gab es Entenangeln und für die älteren Besucher eine Schießbude.
Im Herbst feiern die Lengsdorfer weiter: Vom 18. bis 20. September geht das 29. Lengsdorfer Weinfest über die Bühne. Nach der Öffnung der Weinbrunnen um 17 Uhr mit Willi Bellinghausens „Dancing Sounds“ startet das Fest am Freitag, bevor um 19 Uhr Alessa I. (Winter) zur Weinkönigin gekrönt wird. Anschließend spielt die „Rio5 Partyband“.
Am Samstag werden die Weinbrunnen um 16 Uhr geöffnet. Um 17.30 Uhr beginnt das historische Keltern des Weines durch den Heimat- und Verschönerungsverein. Danach folgen Auftritte der Tanzgruppe der „KG Teddybären“ und der Band „Kolonne Sorgenlos“.
Der Sonntag beginnt mit einem Frühschoppen. Es treten die „Reel Talents“ mit Irish-Folk-Musik, der Musikverein Duisdorf und Willi Bellinghausen auf. Um 15 Uhr startet der traditionelle Umzug zum Dorfplatz. Infos gibt es unter www.lengsdorf-weinfest.de.
Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |