Funkentöter
Karneval vom Feinsten
- Freude und gute Stimmung war wie immer garantiert.
- Foto: we
Hardtberg (red). Wenn die Funkentöter feiern, dann aber richtig. Rund 400 Jecke verwandelten die Toni-Mai-Halle in ein Tollhaus der guten Laune, als die karnevalistische Truppe zum Feiern lud. Von steifer Förmlichkeit oder allzu strenger Traditionspflege keine Spur – hier regierte die reine, ungebremste Lebensfreude.
Wie eine entfesselte Windsbraut stürmte das närrische Volk den Saal, bereit, sich ohne Sorgen dem Karneval hinzugeben. Es wurde gelacht, getanzt und gesungen, als gäbe es kein Morgen. Die Funkentöter zeigten eindrucksvoll, was für sie das wahre Herz des Karnevals ausmacht: Zwanglosigkeit, Frohsinn und die pure Freude am Feiern.
Ein Bühnenprogramm, das keine Wünsche offenließ
Dass ein solches Fest natürlich auch musikalisch auf höchstem Niveau begleitet wurde, versteht sich von selbst. Das Bühnenprogramm hielt locker mit der ausgelassenen Stimmung im Saal mit. Die Rumtreiber begeisterten mit ihrem stimmungsvollen „Et letzte Strüssje“, während die Funky Marys für musikalische Höhepunkte sorgten.
Prinz und Bonna verliehen der Veranstaltung den feierlichen Glanz, den eine echte Karnevalssitzung braucht. Die Beueler Stadtsoldaten hielten mit ihren traditionellen Uniformen die Verbindung zur historischen Seite des Fastelovends aufrecht. Doch auch das Freche und Derbe kam nicht zu kurz: Die Big Maggas brachten mit ihrem unkonventionellen Humor das Publikum zum Johlen, und Achnes Kasulke glänzte mit ihren cleveren Wortspielen.
Feiern aus Leidenschaft – die Funkentöter in Aktion
Doch ganz ehrlich? Das hochkarätige Programm war fast nur das Sahnehäubchen auf einem ohnehin gelungenen Fest. Die Funkentöter, ursprünglich aus der Bonner Berufsfeuerwehr hervorgegangen, bestehen heute aus rund 100 Mitgliedern. Dabei sind längst nicht mehr nur Feuerwehrleute dabei – der Verein ist so bunt gemischt wie der Karneval selbst. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Altersgruppen und Berufe kommen hier zusammen, vereint durch ihre Liebe zur fünften Jahreszeit.
Mit Leidenschaft und Herzblut stellten sie erneut unter Beweis, dass der Karneval für sie kein Pflichtprogramm ist, sondern pure Lebensfreude. Hier wurde nicht nur gefeiert – hier wurde gelebt, getanzt und gelacht, bis die Halle bebte.
Und dass dabei das ein oder andere Bierfass „getötet“ wurde, versteht sich von selbst – schließlich ist das die einzige Art von Brand, die die Funkentöter nicht verhindern.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |