Jahrhundertentdeckung Windloch
Höhlen-Erlebniszentrum rückt in greifbare Nähe

Frank Herhaus, Bürgermeister Dr. Gero Karthaus, Ursula Dworák und Dr. Philipp Bojahr stellten das geplante Höhlen-Erlebniszentrum vor, das 2025 eröffnet werden könnte.
  • Frank Herhaus, Bürgermeister Dr. Gero Karthaus, Ursula Dworák und Dr. Philipp Bojahr stellten das geplante Höhlen-Erlebniszentrum vor, das 2025 eröffnet werden könnte.
  • Foto: Eischeid

Engelskirchen (ei). Gut drei Jahre nach der Jahrhundertentdeckung des „Windlochs“, der Riesenhöhle im Ründerother Mühlenberg, durch die Höhlenforscher des Arbeitskreises Kluterthöhle um den Vorsitzenden Stefan Voigt folgt jetzt der nächsten Schritt.

Die Höhle, zu der es keinen realen Zutritt geben und die für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben wird, soll mittels eines Höhlen-Erlebniszentrums (HEZ) für alle multimedial und virtuell erlebbar gemacht werden.

Korallenstraße und Kristallpalast entdecken

„Durch jeden Fußabdruck würde etwas zerstört“, begründete Voigt bereits vor zweieinhalb Jahren, dass sie Höhle nicht für die Öffentlichkeit freigegeben wird. Dennoch können demnächst alle Interessierten Einblick in das fantastische unterirdische Labyrinth erhalten und sich von den Namen, die die Höhlenforscher den bis zu acht Meter hohen Räumen gegeben haben, ein eigenes Bild machen und virtuell erleben. Entdeckt werden können dann beispielsweise die Korallenstraße, Feuchtgebiete und der Kristallpalast.

Virtuell-reales Erlebnis

Das erläuterten bei der Vorstellung des Projekts im Ratssaal der Gemeinde Engelskirchen Ursula Dworák (MuseoConsult Stuttgart) sowie Dr. Philipp Bojahr von der Technischen Hochschule Köln. So soll es in dem rund 800 Quadratmeter großen Gebäude, das sich in die Landschaft an der Aggertalhöhle einfügt, neben einem Ausstellungsraum auch einen VR Experience (Virtuell Reales Erlebnis)-Raum geben, in dem mit entsprechender Technologie spielerische die Höhle erkundet werden kann.

Reales Erlebnis

Als reales Erlebnis, um die Kälte und Luft zu spüren, kann zwischen März und November die Aggertalhöhle besucht werden; im Winter ist sie geschlossen, da dort dann die geschützten Fledermäuse Winterschlaf halten.  Im Höhlen-Erlebniszentrum vermittelt ein geführter Erlebnisparcours die Windlochhöhle multimedial und mit allen Sinnen - eine unbekannte Welt.

Höhlenforscher werden

Die Windlochhöhle lässt sich zusätzlich interaktiv mit Spaß entdecken. Mit speziellen Werkzeugen können die Besucher* innen verschiedene Themen individuell erschließen. Das VR-Erlebnis gibt mehreren Personen gleichzeitig die Chance, in die Rolle von Höhlenforschern zu schlüpfen und eigenhändig das Windloch zu er
forschen.
Im Außenbereich des Zentrums können sich Kinder auf einem Höhlen-Spielplatz mit dem Thema befassen und einfach gebaute Höhlen von innen und außen erkunden.

Baubeginn

„Wenn alle Fördermittel wie geplant fließen und alles richtig gut läuft, könnte Ende 2023 die Grundsteinlegung erfolgen und das HEZ im Jahr 2025 eröffnet werden“, sagte Engelskirchens Bürgermeister Dr. Gero Karthaus. „Wir als Kreis möchten mit der Gemeinde Engelskirchen ein Highlight erschaffen“, fügte Frank Herhaus, Dezernent Planung, Regionalentwicklung, Umwelt des Oberbergischen Kreises hinzu.

Die Gemeinde Engelskirchen hat das Höhlen-Erlebniszentrum Windloch/Aggertalhöhle zusammen mit dem Oberbergischen Kreis, dem Tourismusverband „Das Bergische“, dem Verein Kluterthöhle, dem Bergbaumuseum Bochum und der Technischen Hochschule Köln konzipiert.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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