Langlauf, Wattenmeer
RED BULL WATTENLAUF: Premiere mit Eitorfer Beteiligung
- hochgeladen von Jörg Löhr
Ende August fand an der Nordseeküste die Premiere des Red Bull Wattenlaufs statt. Mit dabei war auch der Eitorfer Ultraläufer Dr. Jörg Löhr, der sich der rund 24 Kilometer langen Strecke stellte. Start und Ziel befanden sich in der Sparkassen-BeachArena in Cuxhaven-Duhnen. Von dort führte die Strecke mitten durch das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer bis zur Insel Neuwerk und zurück. Der historische Leuchtturm auf Neuwerk markierte den Wendepunkt und diente gleichzeitig als Kontrollstation. Insgesamt nahmen etwa 500 Läuferinnen und Läufer an der Erstaustragung teil.
Besonderheiten des Laufs
Die Strecke unterschied sich deutlich von klassischen Laufveranstaltungen. Der Untergrund wechselte zwischen festem Sand, weichem Schlick und wassergefüllten Prielen. Teilweise mussten die Teilnehmenden knöchel- bis hüfthoch durchs Wasser "laufen". Das Rennen verlangte daher nicht nur Ausdauer, sondern auch ein hohes Maß an Kraft und Stabilität.
Der Start konnte aufgrund der Wasserstände in den Prielen erst später als geplant erfolgen. Die Organisatoren passten den Ablauf an die aktuellen Bedingungen der Gezeiten an.
Wettlauf gegen die Flut
Neben der besonderen Beschaffenheit des Geländes war die größte Herausforderung das Rennen gegen die Gezeiten. Wer die vorgegebenen Cut-off-Zeiten nicht einhielt, konnte die Strecke nicht beenden, da der Rückweg durch auflaufendes Wasser unpassierbar wurde. Für betroffene Teilnehmende hätte dies einen längeren Aufenthalt auf der Insel Neuwerk bedeutet.
Auch nach Erreichen der Cut-off-Zeit auf Neuwerk blieb das Rennen anspruchsvoll: Ein offizieller Schlussläufer kontrollierte, dass auch am Ende des Feldes das Tempo ausreichend hoch blieb. Durch die Verschiebung des Starts am Morgen gerieten einige Läuferinnen und Läufer auf den letzten Kilometern zusätzlich unter Zeitdruck.
Eindrücke des Eitorfer Teilnehmers
Für Jörg Löhr war die Veranstaltung eine besondere sportliche Erfahrung. Die offene Wattlandschaft, die Wasserflächen und die Nähe zur Natur boten eine Kulisse, die sich stark von klassischen Straßenläufen unterschied. Trotz der kräftezehrenden Passagen in den tiefen Prielen gelang es ihm, sich seine Kondition gut einzuteilen und das Ziel mit einem Endspurt zu erreichen.
Der Red Bull Wattenlauf stellte sich für ihn als Kombination aus sportlicher Herausforderung und intensiver Naturerfahrung dar – ein Wettkampf gegen die Uhr, aber auch gegen die Flut.
LeserReporter/in:Jörg Löhr aus Eitorf |