25 Jahre Pro familia Burscheid
Kompetenter Partner nicht nur bei Schwangerschaftsfragen
- Silke Großmann, Angelika Donsbach, Floris Bottinga, Dr. Xenia Heun, Elvin Kaliszewski und Leiterin Cornelia Rateike (v.l.) bilden das aktuelle Burscheider Beratungsteam. Foto: Hoeck
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Burscheid (hh). Seit vielen Jahrzehnten ist pro familia eine zuverlässige Anlaufstelle für Menschen, die insbesondere Fragen zu den Themengebieten Schwangerschaft, Geburt, Schwangerschaftsabbruch, Sexualität, Partnerschaft, Trennung/Scheidung oder auch Empfängnisverhütung haben. Angeboten wird hierbei eine medizinische, psychologische, psychosoziale und familienrechtliche Beratung. Der in Landesverbände aufgeteilte Bundesverband, dem rund 4.000 Mitglieder angehören, hat mehr als 180, auf das gesamte Bundesgebiet verteilte Beratungsstellen mit etwa 1.600 Mitarbeitern.
Angefangen als erste Beratungsstelle im Rheinisch-Bergischen Kreis, startete pro familia im Jahr 2000 auch in Burscheid, so dass nunmehr vor kurzem das 25-jährige Bestehen gefeiert werden konnte. „Die katholischen Beratungsstellen durften keinen Beratungsschein mehr für die Schwangerschafts-Konfliktberatung ausstellen. Daher sollte es unabhängige Beratungsstellen geben, die das noch machen durften. Dazu gehörten wir dann. Bezüglich der Professionen umfasste unser Start bis auf die Sexualprävention im Grunde das gleiche Angebot wie heute“, erläutert Leiterin Cornelia Rateike, die aktuell in ihrer Arbeit von Frauenärztin Dr. Xenia Heun, Psychologin Silke Großmann, Sexualpädagoge Floris Bottinga und den Beratungsstellenassistentinnen Elvin Kaliszewski und Angelika Donsbach unterstützt wird. Zunächst im „Haus des Rates“ ansässig, konnten 2003 in der Höhestraße ehemalige Hausmeisterräume der benachbarten Montanusschule bezogen werden.
Rund drei Viertel der Anfragen betreffen eine Schwangerschaftskonfliktberatung, bei der das kompetente Team die Hilfesuchenden mit einem persönlichen Gespräch in der Entscheidungsfindung, die zumeist schon vor dem Termin individuell getroffen wurde, unterstützt, ob ein Abbruch oder eine Fortführung der Schwangerschaft in Frage kommt. „Wir geben aber auf keinen Fall Empfehlungen ab. Die Entscheidung muss allein die Schwangere oder das Paar gemeinsam treffen“, betont Silke Großmann. Wird ein Abbruch angestrebt, ist ein vorheriges Beratungsgespräch zwingend erforderlich. Generell werden jedoch alle Themen rund um die Familiengründung, vorbeugend oder in Krisensituationen, fachlich abgedeckt. Hierzu zählt auch die Sozialberatung, wenn etwa einem Kinderwunsch finanzielle oder sozialräumliche Probleme entgegenstehen. Seit 2006 wird zudem Sexualprävention angeboten, indem Veranstaltungen an Schulen oder in anderen Institutionen und Einrichtungen zu verschiedenen Themen (z.B. Verhütung) durchgeführt werden. „Zurzeit sind wir sehr gut aufgestellt und glücklich, mit unseren breitgefächerten Angeboten Hilfesuchenden beiseite stehen zu können“, sagt Frauenärztin Dr. Heun.
Im Rahmen der Jubiläumsfeier konnte das Team neben Bürgermeister Dirk Runge auch Vertreter mehrerer unterstützender Organisationen und Sponsoren begrüßen. „Es war eine tolle Feier in schöner Atmosphäre. Besonders haben wir uns über die Sachspenden wie Blumen, Getränke oder Essen unserer Förderer gefreut“, blickte Großmann zurück. Für die Zukunft der aus Mitteln des Landes, des Kreises und aus Eigenmitteln finanzierten Beratungsstelle wünscht sich das multiprofessionell arbeitende Team, das sich auf eine gegenseitige gute Vernetzung ihrer Arbeitsgebiete verlassen kann, eine personelle Konstanz zum Erhalt der jetzigen Angebote. „Und es wäre wunderbar, wenn wir finanziell die Möglichkeit erhalten würden, unsere Räume optimaler auszustatten. Eine bessere Telefonanlage und besser funktionierendes Internet stehen hier an erster Stelle“, hofft Beratungsstellenleiterin Cornelia Rateike.
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