Ex-Insulaner auf Tour
Treff der Butennörderneer

Gruppenfoto mit Maus: Die Butennördeer machten eine Stippvisite zu den Rundfunkstudios nach Köln. | Foto: Frank Engel-Strebel
  • Gruppenfoto mit Maus: Die Butennördeer machten eine Stippvisite zu den Rundfunkstudios nach Köln.
  • Foto: Frank Engel-Strebel

Walberberg/Norderney (fes). Mit der Zuverlässigkeit der Straßenbahnen zwischen Köln und Bonn ist das bekanntlich so eine Sache. Diese leidvolle Erfahrung mussten am Samstag auch die Butennörderneer machen, als sie von ihrem Ausflug zu den Kölner WDR-Studios zurück ins Vorgebirge fahren wollten: Die Linie 18 fiel wegen eines Oberleitungsschadens mal wieder aus, wie Jan Abegg dem SCHAUFENSTER schilderte.

Er und sein Vater Gerhard organisieren seit 2022 das jährliche Treffen der Butennörderneer, das sind ehemalige Norderneyer, die es beruflich oder privat, etwa der Liebe wegen vor Jahren aus Festland verschlagen hat.

Am Wochenende war es wieder soweit und es hieß Erinnerungen auffrischen, Neuigkeiten austauschen und alte Bekannte treffen. 14 Ex-Insulaner waren diesmal gekommen und übernachteten im Landgasthaus Wieler in Walberberg. Dazu gehört auch stets ein Ausflugsprogramm, diesmal führte der Weg nach Köln. Da die Bahn nicht fuhr, ging es schließlich mit Großraumtaxis zurück nach Walberberg ins „Wieler“ zu Kaffee und Kuchen, wo sie von Bürgermeister Christian Mandt begrüßt wurden. Anschließend gab es ein Norderney-Quiz. Die Preise hatten Sponsoren von der Insel gestiftet. Bevor am Sonntagmittag wieder alle nach Hause fuhren, stand noch eine Führung durch die katholische Pfarrkirche St. Walburga auf dem Programm.

Begründet wurde der Treff einst vom längst verstorbenen Artur Demanet, der in Waldorf lebte. Dass sich Demanet seinerzeit für Bornheim entschieden hatte, hatte vor allem einen geographischen Grund: Die Vorgebirgsstadt lag, damals noch zu Zeiten des geteilten Deutschlands, sehr zentral und war für alle Butennörderneer gut erreichbar. Der Tradition folgend blieben die Inselfreunde dem Vorgebirge bis heute treu. In den Anfangszeiten kamen bis zu 250 Butennörderneer zusammen, in den Jahren vor Corona waren es im Schnitt rund 50. Leider werden es immer weniger, wie Jan Abegg bedauerte. Viele seien mittlerweile verstorben. Im kommenden Jahr hoffen sie wieder auf mehr Gäste, wenn sich das Treffen zum 40. Mal jährt.

Redakteur/in:

Frank Engel-Strebel aus Bornheim

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